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		<title>horizonteffekt.de</title>
		<language>de</language>
		<link>http://www.horizonteffekt.de</link>
		<description>Stefan's blog</description>
		<copyright>Copyright 2009 Stefan</copyright>

	 
		<item>
			<title>Was steht diesen Sommer an?</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=was_steht_diesen_sommer_an?</link>
			<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 17:31:30 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Ein weiteres Semester ist mittlerweile verstrichen und die Semesterferien sind l&auml;ngst eingel&auml;utet. Es stellt sich also die Frage, wie ich die Zeit bis zum Anfang meines <a href="http://scha.rnowski.net/index.php?entry=auslandssemester:_revolutions">Auslandssemesters</a> verbringen soll. Gut, so lange dauert das nun auch nicht, denn das Semester f&auml;ngt in Bergen bereit Mitte August an und damit noch ein bisschen eher als bei uns an der Uni.</p>

<p>Nach meiner Bewerbung in Bergen erfuhr ich von einem Programm der Europ&auml;ischen Union zur F&ouml;rderung "weniger verbreiteter und unterrichteter Sprachen", EILC genannt. Dieses Programm erm&ouml;glicht Erasmus-Studierenden, wie ich einer sein werde, schon vorab in das Zielland zu reisen und dort Kenntnisse der Landessprache zu erwerben. Norwegisch z&auml;hlt auch zu diesen "selteneren" Sprachen, weshalb dieses Intensivsprachprogramm auch f&uuml;r mich interessant ist. Zwar finden meine Veranstaltungen an der Norwegischen Handelshochschule in Bergen auf Englisch statt, aber ein wenig Norwegischkenntnisse sind sicherlich im Alltag ganz hilfreich. Also beschloss ich, mich zu bewerben.</p>

<p>Da die Anzahl der Bewerber die der Pl&auml;tze um ein mehrfaches &uuml;berstieg, habe ich echt Gl&uuml;ck gehabt, in das Programm aufgenommen worden zu sein. Ich werde also in nunmehr blo&szlig; noch zwei Wochen an der Universit&auml;t Oslo f&uuml;r drei Wochen Norwegisch studieren. Von dort aus geht es dann, nach einem kurzen Zwischenstopp von zwei Tagen in Deutschland, weiter nach Bergen.</p>

<p>Bis zu meinem Abflug nach Oslo muss ich nat&uuml;rlich auch meine Wohnung hier aufgeben. Dann werde ich Mannheim vorerst - und der Hafenstra&szlig;e hoffentlich endg&uuml;ltig - den R&uuml;cken zukehren.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Ich als Knochenmarkspender: Teil 5</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=ich_als_knochenmarkspender:_teil_5</link>
			<pubDate>Fri, 28 May 2010 23:48:37 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Nach ziemlich genau einem Jahr neigt sich die <a href="http://www.horizonteffekt.de/index.php?search=Knochenmark">Story von mir als Knochenmarkspender</a> ihrem H&ouml;hepunkt und Ende zu. Zuerst typisieren lassen, dann die Feintypisierung, auf einmal hei&szlig;t es dann: doch nicht, pl&ouml;tzlich doch wieder, Voruntersuchung in Frankfurt, eine Spritze, zwei mal verschieben und zwei mal wieder zum Arzt, viele Telefonate und noch mehr Briefe. Ein andauerndes Hin und Her: Soweit der Stand nach einem letzten Eintrag zu dem Thema.</p>

<p>Als ich bereits zum dritten Mal dieses Jahr auf alle m&ouml;glichen Infektionen wie Hep-B und HIV untersucht worden war, kam erneut die Spenderfreigabe aus der DKMS Zentrale in T&uuml;bingen. Ich bekam einen neuen Spritzenplan zugeschickt und hoffte, dass der Termin nicht erneut verschoben werden musste.</p>

<h3>Vorbereitung</h3>

<p>Als ich am Tag der (zweiten) ersten Spritze dann nichts Neues aus T&uuml;bingen oder Frankfurt geh&ouml;rt hatte, setzte ich mir p&uuml;nktlich um 7:00h morgens die Spritze: Alles auspacken, Nadel auf Spritze, dann den Inhalt der Spritze (Wasser) in ein kleines Glasfl&auml;schchen (Wachstumshormon als Pulver) laufen lassen, das Fl&auml;schchen leicht schwenken, Konstruktion auf den Kopf stellen und die Fl&uuml;ssigkeit zur&uuml;ck in die Spritze ziehen, Nadel wechseln, Luft rausmachen, desinfizieren, zustechen und schlie&szlig;lich die Spritze langsam herunterdr&uuml;cken. Ein Vorgang, in den ich bei der Voruntersuchung eingewiesen wurde und der mir bereits von der ersten Spritze bekannt war.</p>

<p>Dies musste ich f&uuml;r f&uuml;nf Tage, je einmal morgens und zweimal abends, wiederholen. Es kamen schon echt Junkie-Gef&uuml;hle auf, als ich am ersten Abend Grillen war und mir die Spritzen folglich auf 'nem Klo gesetzt habe.</p>

<p>Zu den Nebenwirkungen des Medikaments ist zu sagen, dass alles halb so wild ist. Man f&uuml;hlt sich ein wenig krank, &auml;hnlich einer Grippe. Dazu kommen leichte Kopf- und R&uuml;ckenschmerzen.</p>

<h3>Entnahme</h3>

<p>Da die Entnahme in Frankfurt stattfinden sollte, bin ich bereits am Abend des Vortages angereist. Im selben Hotel wie bei der Voruntersuchung angekommen, stellte ich fest, dass ich dieses Mal auf dem "Executive Floor" untergebracht war. Das Zimmer war aber sonst identisch, au&szlig;er dass ich zwei statt einem gro&szlig;en Bett hatte. Die Aussicht auf den Friedhof vor dem Hotel war diesmal noch besser. Anschlie&szlig;end musste ich noch schnell zum Entnahmezentrum, um mir die verbleibende Spritze f&uuml;r den n&auml;chsten Morgen zu holen.</p>

<p>Nach einer kurzen Nacht machte ich mich dann erneut auf den Weg zum Entnahmezentrum und musste mich erst einmal durch eine Menge Formulare und Erkl&auml;rungen durcharbeiten. Im Anschluss gab es ein Gespr&auml;ch mit einer &Auml;rztin, die noch schnell meine Vitalparameter gecheckt und einige Fragen zur Vertr&auml;glichkeit des gespritzten G-CSF gestellt hat.</p>

<p>Im n&auml;chsten Schritt wurde ich dann erstmal ordentlich verkabelt.</p>

<p><div class="entry_image"><a href="media/knochenmarkspende/2.jpg" rel="lightbox" title="Stammzellentnahme"><img class="entry_image" src="media/knochenmarkspende/2.jpg" alt="Stammzellentnahme"></a></div></p>


<p>Man bekommt zwei Zug&auml;nge gelegt, in jeden Arm einen. Durch den einen wird das Blut entnommen (linker Arm, rechts im Bild), welches dann in das Aphereseger&auml;t flie&szlig;t. Dort wird es zentrifugiert und so in seine Bestandteile aufgeteilt. Die durch das Medikament ins Blut gel&ouml;sten Stammzellen, sowie etwas Blutplasma, werden dann entnommen. Der Fl&uuml;ssigkeitsverlust wird durch eine Kochsalzl&ouml;sung ausgeglichen und das Blut flie&szlig;t durch den anderen Zugang wieder zur&uuml;ck. Damit das Blut nicht vorzeitig gerinnt ist in der Anlage Citrat enthalten, welches auch Calcium bindet. Durch den entstehenden Calciummangel fangen dann die H&auml;nde und F&uuml;&szlig;e leicht an zu kribbeln, weswegen man gleichzeitig eine st&auml;ndige Calciuminfusion bekommt (links im Bild). Weiterhin wird man an ein EKG angeschlossen.</p>

<p>Der weitere Verlauf der Entnahme ist recht unspektakul&auml;r, man liegt ein paar Stunden rum und kann nichts machen au&szlig;er DVDs schauen. So wird einem aber immerhin nicht langweilig. Alle paar Minuten werden irgendwelche Werte gecheckt und man wird gefragt, wie es einem geht.</p>

<p>Etwa drei Stunden sp&auml;ter sagte mir die &Auml;rztin, dass ich scheinbar relativ viele Stammzellen produziert hatte und deswegen die Dauer der Entnahme verk&uuml;rzt werden konnte. Nach einer weiteren halben Stunde waren genug Stammzellen herausgefiltert und ich konnte wieder abgest&ouml;pselt werden. Es wurden Blutdruck, Puls und K&ouml;rpertemperatur &uuml;berpr&uuml;ft und ich konnte wieder aufstehen.</p>

<p>Ich musste noch etwas im Entnahmezentrum bleiben, bis erneut verifiziert wurde, dass auch gen&uuml;gend Stammzellen entnommen wurden. Als die Best&auml;tigung da war bekam ich als Dankesch&ouml;n ein Kochbuch und eine Karte sowie ein Schreiben f&uuml;r meinen Arzt, sollte es irgendwelche Notf&auml;lle geben. Schlie&szlig;lich sind meine Blutwerte noch ein paar Tage oder Wochen so, dass ein unwissender Arzt mich direkt einliefern lassen w&uuml;rde, sollte er ein Blutbild machen.</p>

<p>Nach einem kurzen Stop im Hotel um meine Sachen zu holen konnte ich dann wieder zur&uuml;ck nach Mannheim reisen und direkt in die n&auml;chste Vorlesung.</p>

<h3>Nachtrag</h3>

<p>Ein paar Tage sp&auml;ter erhielt ich einen Anruf von der DKMS, die sich nach meinen Erfahrungen und Wohlbefinden erkundigen wollten. Weiterhin habe ich ein paar Details &uuml;ber "meinen" Patienten erhalten: Es handelt sich um einen 66-j&auml;hrigen Mann aus Gro&szlig;britannien, der hoffentlich jetzt eine weitere Chance bekommt.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Geschichten schreiben</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=geschichten_schreiben</link>
			<pubDate>Tue, 11 May 2010 01:28:37 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Stell dir f&uuml;r einen Moment vor, du sitzt im Kino. Der Film handelt von einem Kerl, der unbedingt einen neuen Opel m&ouml;chte. Man schaut ihm dabei zu, wie er Tag f&uuml;r Tag, Jahr um Jahr zur Arbeit geht. Nach einer langen Zeit ist es endlich soweit: Der Protagonist f&auml;hrt endlich in seinem neuen Opel vom Parkplatz des H&auml;ndlers. In der letzten Szene des Films probiert er dann die Scheibenwischer aus oder freut sich &uuml;ber die funktionierende Klimaanlage.</p>

<p>In etwa so f&auml;ngt eines meiner Lieblingsb&uuml;cher an. "A Million Miles in a Thousand Years" von <a href="http://donmilleris.com/" target="_parent">Donald Miller</a> handelt aber nicht von dem Kerl mit dem Opel, sondern von Geschichten. Im englischen Original hei&szlig;t es dann "stories". Menschen schreiben mit und in ihrem Leben Geschichten, und es liegt an uns, diese Geschichten bedeutsam und sch&ouml;n zu schreiben. Dieses Konzept macht in meinen Augen irgendwie Sinn und erkl&auml;rt viel von unserem Verhalten. Ich m&ouml;chte euch ein paar Gedanken davon weitergeben. Wie gesagt, die meisten davon sind nicht meine Ideen, sondern dem Buch entnommen.</p>

<p>Zur&uuml;ck ins Kino, der Abspann l&auml;uft. Eine Tr&auml;ne kullert deine Wange hinunter, weil du so ber&uuml;hrt vom Ende des Films bist. Das Licht wird langsam hochgedimmt, du bleibst noch einen kurzen Moment sitzen. Anschlie&szlig;end gehst du nach Hause, legst ein sentimental-ruhiges Lied auf und deine Gedanken an den Film mit dem Opel tragen dich in die Nacht hinein. Im Laufe der n&auml;chsten Tage rufst du deine Freunde an und erz&auml;hlst ihnen von dem Film, und wie er dein Leben ver&auml;ndert hat.</p>

<p>Wahrscheinlich nicht. Ich vermute, dass bei dir w&auml;hrend des Abspanns keine Tr&auml;nen rollen w&uuml;rden. Vielmehr w&uuml;rdest du dich &uuml;ber die schlecht investierten 8€ aufregen und deinen Freunden sagen, sie sollen f&uuml;r diesen Film ja kein Geld ausgeben.</p>

<p>Der Film mit dem Kerl und dem Opel erz&auml;hlt keine interessante Geschichte, hat keine relevante Handlung. Wenn wir ins Kino gehen, B&uuml;cher lesen oder Computerspiele spielen brauchen wir Helden und Antagonisten. Konflikte, Siege und Niederlagen. Es gibt Sch&auml;tze zu erobern und Prinzessinnen zu befreien. In seinem Buch definiert Donald Miller Geschichten wie folgt: <b>Ein Charakter, der etwas will und einen Konflikt &uuml;berwindt, um es zu bekommen.</b> Der Held muss den Drachen besiegen, um den Schatz zu erobern.</p>

<p>Leider sieht unser Lebens h&auml;ufig eher wie das des Kerls mit dem Opel aus. Wir erz&auml;hlen zwar irgendeine Geschichte, aber die ist oft so langweilig, dass wir sie nicht im Kino sehen wollen w&uuml;rden. Wahrscheinlich will keiner von euch mit einer 3D-Brille auf der Nase sehen, wie ich mich Tag f&uuml;r Tag in Vorlesungen setze.</p>

<h3>Wie schreibt man nun eine "gute" Geschichte?</h3>

<p>Es gibt zwei Arten von Geschichten, die wir schreiben k&ouml;nnen: Eine Gesamtgeschichte, also gewisserma&szlig;en die Handlung unseres Lebens, und es gibt Geschichten innerhalb dieser Gesamtgeschichte, sozusagen Momente, die erz&auml;hlenswert sind. Beide geh&ouml;ren zusammen und vervollst&auml;ndigen sich.</p>

<p>Deine Gesamtgeschichte ist so etwas wie die Zusammenfassung deines Lebens. Die Geschichte <b>von</b> deinem Leben. Sie beinhaltet dich (als den Helden / die Heldin) und deinen Tr&auml;umen und Visionen, deine Mission, Schicksal oder Berufung. Sie handelt davon, wie du Konflikte &uuml;berwindest und auf deine Ziele / dein Ziel hinarbeitest. In dieser Form betrachtet ergibt dein Leben einen Sinn. Deine Gesamtgeschichte ist das "Big Picture". Sie bedeutsam, interessant und sinnvoll zu machen ist dein Antrieb. Nat&uuml;rlich kann man auch mehrere solcher Geschichten schreiben, mehrere Ziele haben. Wenn man sich jedoch ein keiner Geschichte wiederfindet ist man vom Leben gelangweilt und erkennt keinen Sinn darin.</p>

<p>Die kleineren Geschichten innerhalb der Gesamtgeschichte sind die Momente oder Abschnitte in unserem Leben, die wir gerne weitererz&auml;hlen und uns an sie erinnern. Sie sind die Geschichten <b>in</b> deinem Leben. Sie halten unser Leben irgendwie interessant.</p>

<p>Beide Arten von Geschichten kann man bewusst schreiben. Seine Gesamtgeschichte zu erz&auml;hlen, oder erstmal zu finden, ist nicht immer leicht. Ich selbst kann sie auch noch nicht genau artikulieren, wenn ich es versuche klingt sie noch ein wenig unspezifisch und an manchen Stellen generisch. Als Christ f&auml;llt es einem sicher einfacher, in seinem Leben Sinn zu sehen und damit auch seine Gesamtgeschichte zu erkennne.</p>

<p>Die Stories-within-a-Story, also die erinnerungsw&uuml;rdigen Momente, zu schreiben ist da schon einfacher. Eine Blaupause gibt es daf&uuml;r nat&uuml;rlich nicht, aber wenn man mal raus aus seiner gewohnten Umgebung ist und etwas Ungew&ouml;hnliches tut, ergeben sich solche Momente wie von selbst. Wenn man bewusst versucht, diese kleinen Geschichten zu schreiben, wird man dabei auch Erfolg haben.</p>

<p>Gute Geschichten zu schreiben und zu erz&auml;hlen macht Spa&szlig;. Sie schaffen uns Erinnerungen. Ich kann mich zwar nicht mehr an jede Vorlesung erinnern, aber ich werde sicher nie vergessen, wie ein Freund und ich auf einen Roadtrip ein paar Tage in einem riesigen Ferienhaus von einem uns Unbekannten &uuml;bernachtet haben. Oder wie wir in Helsinki am Bahnhof standen und noch nicht wussten, wo wir &uuml;bernachten sollten, und ein fest nicht eingeplantes Unwetter hereinbrach. Oder wie wir in Israel auf dem Dach einer Jugendherberge geschlafen haben. Oder wie Mitbewohner und ich von einer Br&uuml;cke gesprungen sind. Oder wie die Gemeinde, in der ich gearbeitet habe, mich nach China geschickt hat. Oder wie... ihr seht, warum ich das Konzept von "Geschichten schreiben" so cool finde?</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Hafenstraßenmomente</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=hafenstrassenmomente</link>
			<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 19:56:05 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p><span class="bold">8.30h:</span> Mein Wecker klingelt und verstummt anschlie&szlig;end durch die Schlummerfunktion.</p>

<p><span class="bold">8.35h:</span> Mein Wecker klingelt erneut und ich &uuml;berlege, ob ich aufstehen soll.</p>

<p><span class="bold">8.36h:</span> Ich schlafe wieder.</p>

<p><span class="bold">9.25h:</span> Die Bauarbeiten vor meinem Fenster wecken mich auf. Leider gibt es diesmal keine Schlummertaste und ich 

stehe auf.</p>

<p><span class="bold">9.28h:</span> Um meinem verschlafenen Zustand ein Ende zu setzen trinke ich ein Glas Cola.</p>

<p><span class="bold">9.29h:</span> Ich komme zu dem Entschluss, dass Cola zum Fr&uuml;hst&uuml;ck keine gute Idee ist und koche mir einen Tee.</p>

<p><span class="bold">9.47h:</span> Nach dem Fr&uuml;hst&uuml;ck verbringe ich etwas Zeit damit Nachrichten zu lesen. Prim&auml;r um die Aufgabe, die ich mir f&uuml;r diesen Morgen gesetzt habe, etwas hinauszuz&ouml;gern: W&auml;sche waschen.</p>

<p><span class="bold">10.13h:</span> Da wir im Wohnheim nur relativ wenig Waschmaschinen haben die gerne mal alle belegt sind, raffe ich mich endlich auf. Mit dem Karton (in dem ich meine W&auml;sche aufbewahre) im Arm, ausger&uuml;stet mit Waschpulver und Studentenausweis (womit man f&uuml;r's Waschen bezahlt) mache ich mich auf den Weg Richtung Waschraum.</p>

<p><span class="bold">10.14h:</span> Unser Hausflur riecht irgendwie komisch.</p>

<p><span class="bold">10.15h:</span> Gl&uuml;ck gehabt, eine Maschine ist noch frei. Allerdings ist bereits Waschpulver im daf&uuml;r vorgesehenen Fach und ich frage die andere im Waschraum anwesende Person, ob sie die Maschine gerade benutzen wollte. Sie antwortet mir, dass sie es versucht h&auml;tte, aber die Maschine funktioniert nicht. Ich zucke mit den Schultern und drehe an dem Einstellrad rum und dr&uuml;cke ein paar Kn&ouml;pfe.</p>

<p><span class="bold">10.16h:</span> Ich entscheide mich, es dennoch zu versuchen und packe meine W&auml;sche in die Maschine und versuche, zu bezahlen. Die Box, an der man bezahlen muss, sagt mir, dass bereits bezahlt wurde. Ich freue mich. Ich dr&uuml;cke auf Start und nichts passiert. Mist.</p>

<p><span class="bold">10.18h:</span> Mit dem wieder gef&uuml;llten Karton laufe ich zur&uuml;ck. In unserem Hausflur stinkt es, als w&auml;re vor 2 Wochen irgendwas in einer Ecke gestorben.</p>

<p><span class="bold">10.23h:</span> Um den Morgen noch nicht abzuschreiben fange ich an, ein paar T-Shirts und so im Waschbecken zu waschen.</p>

<p><span class="bold">10.25h:</span> Einer meiner Mitbewohner klopft an meiner T&uuml;r. Er erschreckt sich, als ich die T&uuml;r &ouml;ffne. Er fragt mich, ob ich ihm kurz helfen k&ouml;nnte.</p>

<p><span class="bold">10.26h:</span> In unserer Wohnung riecht es irgendwie komisch.</p>

<p><span class="bold">10.27h:</span> Wir gehen in die K&uuml;che. Einer unserer K&uuml;hlschr&auml;nke fehlt. Und zwar genau der K&uuml;hlschrank, auf den ich vor Monaten ein Biohazard-Zeichen samt Totenkopf angebracht habe, um meine Mitbewohner darauf aufmerksam zu machen, dass man den K&uuml;hlschrank im Falle eines Aufstandes in der Hafenstra&szlig;e auch als biologische Waffe benutzen k&ouml;nnte.
Vor der neu entstandenen L&uuml;cke in unserer K&uuml;che ist eine Pf&uuml;tze. Mein Mitbewohner erkl&auml;rt mir, dass der Hausmeister vorbeigekommen ist, um den K&uuml;hlschrank zu entsorgen.</p>

<p><span class="bold">10.28h:</span> Wir haben in der K&uuml;che noch einen weiteren K&uuml;hlschrank. Der war schon immer irgendwie halb kaputt, ist auf die h&ouml;chste Stufe gestellt und wird als Gefrierschrank benutzt. Praktisch bedeutet das, dass in diesem K&uuml;hlschrank einige l&auml;ngst abgelaufe Sachen unter einem riesigen Eisklotz begraben sind. Wir wollen den K&uuml;hlschrank abtauen. Dazu braucht mein Mitbewohner meine Hilfe: Wir heben den eisgef&uuml;llten K&uuml;hlschrank auf unseren Mini-Balkon und legen eine Flasche darunter. So steht der K&uuml;hlschrank schr&auml;g und kann direkt von unserem Balkon herunter abtauen. Die Flasche stammt von einem Meer an Pfandflaschen, die auf unserem K&uuml;chentisch standen, von denen ich mir nicht sicher bin, wer sie dorthin gebracht hat. Dazu muss man wissen, dass ich selbst selten in der K&uuml;che bin und alles auf meinem Zimmer habe. Auch einen ungiftigen K&uuml;hlschrank.</p>

<div class="entry_image"><a href="media/hafenstr/1.jpg" rel="lightbox" title="Der K&uuml;hlschrank auf unserem Balkon">
<img class="entry_image" src="media/hafenstr/1.jpg" alt="Der K&uuml;hlschrank auf unserem Balkon"></a></div>

<p><span class="bold">10.30h:</span> Zu unserer eigenen Unterhaltung fangen wir an, die K&uuml;che ein wenig aufzur&auml;umen. Wir finden Kartoffeln, die volumenm&auml;&szlig;ig mehr Triebe hatten als noch Kartoffel da war und einen Sack Zwiebeln, der aussieht wie ein frisch gepflanzter Garten.</p>

<p><span class="bold">10.43h:</span> Zur&uuml;ck auf meinem Zimmer widme ich mich wieder meinen T-Shirts im Waschbecken.</p>

<p><span class="bold">10.51h:</span> Mir f&auml;llt wieder etwas ein, was ich meinem Mitbewohner sagen wollte. Auf dem Weg zur K&uuml;che komme ich an unserem Badezimmer (T&uuml;r auf, Licht an) vorbei und sehe meinen Mitbewohner, wie er in voller Montur mit unserem Wischmob in der Dusche steht.</p>

<p><span class="bold">10.52h:</span> Die offensichlich absurde Situation ignorierend teile ich ihm mit, dass wir besser anfangen sollten, die T&uuml;r zum Badezimmer nach dem Duschen offen zu lassen. Damit unser Duschvorhang nicht endet wie besagte Kartoffeln in der K&uuml;che.</p>

<p><span class="bold">12.18h:</span> Ich muss bald los und will vorher noch duschen. Der Wischmob steht jetzt allein noch in der Dusche.</p>

<p><span class="bold">12.44h:</span> Ich verlasse das Haus. Die Gestankssituation im Hausflur hat sich nicht gebessert. Ich bemerke eine Spur aus einer Fl&uuml;ssigkeit &auml;hnlich der Pf&uuml;tze in der K&uuml;che.</p>

<p><span class="bold">17.20h:</span> Ich komme zur&uuml;ck. Keine Besserung.</p>

<p><span class="bold">19.45h:</span> Ein paar Leute der WG kommen in der K&uuml;che zusammen. Ich erfahre, dass der Hausmeister nicht nur den einen K&uuml;hlschrank aus unserer Wohnung entsorgt hat, sondern auch einen weiteren aus der vierten Etage. Einer der K&uuml;hlschr&auml;nke, vielleicht auch beide, ist dabei "ausgelaufen". Und damit ist nicht die K&uuml;hlfl&uuml;ssigkeit gemeint, sondern der eigentliche Inhalt des K&uuml;hlschranks. Das erkl&auml;rt die Situation im Hausflur.</p>

<p><span class="bold">20.17h:</span> Der WG-Rat beschlie&szlig;t, dass wir den K&uuml;hlschrank auf dem Balkon nicht mehr haben wollen. Wir ziehen uns Gummihandschuhe an und tragen ihn vor's Haus. Dort lassen wir ihn stehen.</p>

<p><span class="bold">9.40h, am n&auml;chsten Tag:</span> Hausflur - keine Ver&auml;nderung. Der K&uuml;hlschrank steht da, wo wir ihn letzten Abend abgestellt haben. Wir bereuen unsere Entscheidung nicht.</p>

<p><span class="bold">17.13h:</span> Die Flaschen aus der K&uuml;che stehen jetzt im Flur.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Rechtswissenschaft: Startschuss</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=rechtswissenschaft:_startschuss</link>
			<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 00:23:19 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Das Semester in Mannheim ist schon zur H&auml;lfte rum, daf&uuml;r f&auml;ngt das Semester an meiner zweiten Uni gerade an. Zur Auffrischung: Vor ein paar Monaten hatte ich mich, zus&auml;tzlich zu meinem Studium der Volkswirtschaftslehre in Mannheim, an der FernUni Hagen f&uuml;r das Fach Rechtswissenschaften eingetragen.</p>

<p>Inzwischen sind meine Studienunterlagen eingetroffen. Vier Skripte, die zusammen dann einen Ordner ergeben, sowie einiges an Informationsunterlagen, wurden mir zugeschickt. So kann ich p&uuml;nktlich zum Start des Semesters loslegen. Nun gilt es, den Inhalt der Unterlagen bis zur Pr&uuml;fung im September zu verinnerlichen.</p>
<div class="entry_image"><a href="media/fernuni/hoersaal.jpg" rel="lightbox" title="Mein neuer H&ouml;rsaal">
<img class="entry_image" src="media/fernuni/hoersaal.jpg" alt="Mein neuer H&ouml;rsaal"></a></div>

<p>Die ersten 100 Seiten (von ca. 500) habe ich mir bereits durchgelesen. Der Inhalt wird recht verst&auml;ndlich erkl&auml;rt. Allerdings muss man jeden einzelnen Satz genau beachten, da das zu Lernende doch sehr komprimiert dargestellt wird. Mit einmal durchlesen ist es da nicht getan. Aber so ist das bei Gesetzestexten schlie&szlig;lich auch.</p>
<p>F&uuml;r die Abschlusspr&uuml;fung im September werde ich wohl eigens von Bergen nach Deutschland kommen m&uuml;ssen. Prinzipiell gibt es zwar die M&ouml;glichkeit, die Pr&uuml;fungen der FernUni in Deutschen Schulen oder Goethe-Instituten auch im Ausland abzulegen. Aber es ist wahrscheinlich einfacher und g&uuml;nstiger, daf&uuml;r nach Berlin (oder so) zu fliegen. Aber bis da ist es ja noch was hin.</p>
 ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Ich als Knochenmarkspender: Teil 4</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=ich_als_knochenmarkspender:_teil_4</link>
			<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 23:49:48 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Vor nun zwei Monaten habe ich euch das <a href="http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=ich_als_knochenmarkspender:_teil_3">letzte Statusupdate</a> &uuml;ber meine Knochenmarkspende gegeben. Da sich seit dem etwas, oder vielmehr wenig, getan hat, wird es Zeit f&uuml;r neue Infos.</p>

<h3>Der erste Schuss</h3>

<p>Nach meiner Voruntersuchung habe ich eine Einkaufst&uuml;te voll mit Medikamenten (genauer gesagt dem Wachstumshormon G-CSF) bekommen. Diese galt es sich dann ein paar Tage vor der geplanten Entnahme der Stammzellen selbst zu verabreichen, &auml;hnlich wie bei einer Insulinspritze. Es gab f&uuml;r mich (auf K&ouml;rpergewicht, Geschlecht und Alter abgestimmt) eine Ladung f&uuml;r Morgens und gleich zwei Ladungen f&uuml;r Abends (Ladung = Spritze). Zwischen dem Setzen der Dosis am Morgen und der am Abend m&uuml;ssen genau 12 Stunden liegen, weswegen ich am ersten Tag p&uuml;nktlich um 07:00 Uhr aufgestanden bin.</p>

<p>Zun&auml;chst muss man eine geeignete Einstichstelle finden, das Unterhautfettgewebe am Bauch bietet sich daf&uuml;r an. Es handelt sich also um eine subkutane Verabreichung, alles andere w&auml;re f&uuml;r mich auch nicht alleine durchf&uuml;hrbar gewesen. Diese Stelle wird mit Alkohol desinfiziert.</p>

<p>Dann nimmt man die Spritze und packt die erste Nadel drauf. Damit sticht man durch den Deckel des kleinen Glasfl&auml;schchens, in welchem sich das Medikament als Pulver befindet. Anschlie&szlig;end entleert man den Inhalt der Spritze (destilliertes Wasser) in das Fl&auml;schchen und wartet, bis sich das Pulver aufgel&ouml;st hat. Dann zieht man die L&ouml;sung zur&uuml;ck in die Spritze.</p>

<p>Nun tauscht man die Nadel gegen eine kleinere und d&uuml;nnere aus und l&auml;sst die restliche Luft aus der Spritze, wie man das aus diversen Fernsehsendungen kennt. Im n&auml;chsten Schritt sticht man sich dann die Nadel in die vorbereitete Stelle und spritzt sich langsam das Hormon. Den Einstich merkt man kaum, beim Spritzen zieht es leicht.</p>

<p>Ganz ohne Nebenwirkungen ist die Angelegenheit leider nicht. Es k&ouml;nnen grippe&auml;hnliche Symptome auftreten wie Knochen- und Kopfschmerzen, M&uuml;digkeit und allgemeines Unwohlsein. So auch bei mir, mit Paracetamol l&auml;sst sich das aber leicht behandeln. Was auch gut war, sollte ich am n&auml;chsten Tag schlie&szlig;lich noch eine Klausur schreiben.</p>

<h3>Die (weniger) dramatische Wendung</h3>

<p>Drei Stunden nachdem ich mir den ersten Schuss gesetzt habe erhielt ich einen Anruf von der DKMS, also von der mich betreuenden Knochenmarkspendedatei: Ob ich mir die erste Spritze schon gesetzt habe. "Nat&uuml;rlich", entgegnete ich. Leider musste mir die Frau in T&uuml;bingen im Laufe des Gespr&auml;chs dann mitteilen, dass es dem Patienten im Moment nicht gut (den Umst&auml;nden entsprechend) genug gehen w&uuml;rde. Die Transplantation muss verschoben werden.</p>

<p>Zum Verst&auml;ndnis: Damit ein Leuk&auml;miepatient (also jemand mit Blutkrebs) geheilt werden kann, m&uuml;ssen alle alten Stammzellen abget&ouml;tet werden. Das nennt man Konditionierung und geschieht zum Beispiel durch Chemotherapie. Da der Patient in diesem Zeitraum gar kein Immunsystem mehr hat, muss er vorher "keimfrei" gemacht werden. Sollte es dem Patienten also nicht gut genug f&uuml;r diese Therapie gehen, muss die Transplantation verschoben werden.</p>

<p>So also auch bei "meinem" Patienten. Ich hoffe, dass es ihm oder ihr bald wieder besser geht. Bis dahin kann ich nur abwarten. Es w&auml;re nat&uuml;rlich nett gewesen, wenn ich davon erfahren h&auml;tte, bevor ich mir die erste Ladung Hormone in den Bauch ramme. Aber auch dadurch wird deutlich, wie viele Faktoren bei einer solchen Transplantation mitspielen und wie schlecht man so etwas planen kann. Je mehr Leute sich <a href="http://www.dkms.de/spender/registrierung/index.html" target="_parent">typisieren lassen</a>, desto mehr Kranken k&ouml;nnen wir helfen.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Auslandssemester: Revolutions</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=auslandssemester:_revolutions</link>
			<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 00:53:24 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Mit dem jetzt bereits dritten Teil der Serie <a href="http://scha.rnowski.net/index.php?search=Auslandssemester">"Auslandssemester"</a> kann ich euch nun endlich mitteilen, wohin es f&uuml;r mich n&auml;chstes Semester gehen wird: Nachdem sich das Kapitel Singapur f&uuml;r mich von alleine erledigt hatte, habe ich mich auf fakult&auml;tsinterne Austauschprogramme beworben. Daf&uuml;r durfte ich f&uuml;nf Priorit&auml;ten angeben: Unis in Europa, an denen ich gerne studieren w&uuml;rde.</p>
<p>Meine Wunschuni ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Norwegische_Handelshochschule" target="_parent">Norwegische Handelshochschule (NHH)</a> in Bergen, Norwegen. Und genau dort werde ich mein f&uuml;nftes, also n&auml;chstes, Semester verbringen.</p>
<p>Die NHH ist mit ungef&auml;hr 3000 Studierenden eine relativ kleine Uni. Die geringe Gr&ouml;&szlig;e wird jedoch durch eine besondere Spezialisierung auf Wirtschaftswissenschaften kompensiert, so dass sie trotzdem ein (in meinem Bereich) gro&szlig;es Kursangebot hat. International hat die Uni einen ausgezeichneten Ruf. So geh&ouml;rt zum Beispiel der Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Finn E. Kydland der Fakult&auml;t an.</p>
<p>Dort angekommen werde ich dann sowohl (englischsprachige) Kurse aus dem Bachelor- als auch aus dem Masterprogramm belegen k&ouml;nnen, was ich wohl auch tun werde. Welche Kurse ich dann letztendlich belegen werde wei&szlig; ich noch nicht genau, so wie es im Moment ausschaut werde ich wohl in die Richtung Finanzwirtschaft und -m&auml;rkte gehen, dazu vielleicht noch ein bisschen was &uuml;ber Technologie und Unternehmertum und ggf. Entwicklungs&ouml;konomie.</p>

<div class="entry_image"><a href="media/auslandssemester/bergen.jpg" rel="lightbox" title="Bergen"><img class="entry_image" src="media/auslandssemester/bergen.jpg" alt="Bergen"></div>

<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bergen_(Norwegen)" target="_parent">Bergen</a> selbst ist die gr&ouml;&szlig;te Stadt im Westen Norwegens und von der Einwohnerzahl her etwas kleiner als Mannheim, letzterer aber daf&uuml;r landschaftlich &uuml;berlegen. Umgeben von einigen... Bergen, daher auch der Name, bietet sie gen&uuml;gend M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Aktivit&auml;ten an der frischen Luft. Trotz der n&ouml;rdlichen Lage wird es, dem Golfstrom sei dank, nicht allzu kalt. Daf&uuml;r gibt es umso mehr Regen, mit 248 Regentage und 2500mm Niederschlag in 2005. Zum Vergleich: Mannheim hat im Schnitt nur 670mm Niederschlag.</p>
<p>Ich freue mich auf jeden Fall, dass ich die M&ouml;glichkeit habe, mein Auslandssemester an so einer coolen Uni verbringen zu k&ouml;nnen. Jetzt wird es Zeit, ein wenig Norwegisch zu lernen.</p>
 ]]></description>
		</item>
	 
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			<title>Ein Studiengang ist nicht genug</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=ein_studiengang_ist_nicht_genug</link>
			<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 19:20:27 +0100</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Anfang diesen Jahres habe ich mich also in einen zweiten Studiengang eingeschrieben. Zus&auml;tzlich zu meinem Studium der VWL in Mannheim werde ich jetzt noch Rechtswissenschaft (a.k.a. Jura) an der <a href="http://www.fernuni-hagen.de" target="_self">FernUni Hagen</a> studieren. Wie kommt's?</p>

<p>Irgendwann im Oktober letzten Jahres habe ich jemanden kennen gelernt, der auch VWL studiert. Das an sich ist nicht unbedingt au&szlig;ergew&ouml;hnlich. Besonders war hingegen, dass besagte Person sich zus&auml;tzlich in Hagen f&uuml;r ein weiteres Fach eingeschrieben hatte. Von ihm habe ich die Idee. Im Laufe der Zeit fand ich diese Idee immer sympatischer: Ein Vollzeitstudium in Mannheim, und dann parallel dazu ein Teilzeitstudium an einer anderen Uni, wo es keine Vorlesungen oder Pflichtanwesenheit gibt.</p>

<p>Je l&auml;nger ich mit dem Gedanken spielte, mich in Hagen einzuschreiben, desto klarer wurde mir Folgendes: Selbst wenn ich nach einem oder zwei Semestern feststellen sollte, dass zwei Studieng&auml;nge doch zu viel sind, oder das mir Jura keinen Spa&szlig; macht, kann ich mich immer noch exmatrikulieren und habe im schlimmsten Fall etwas gelernt. Ich m&ouml;chte mir sp&auml;ter nur nicht vorwerfen m&uuml;ssen, dass ich's nicht versucht habe.</p>

<p>Also habe ich mich Ende Januar als Studiengangzweith&ouml;rer eingeschrieben. Mein zweites 1. Semester beginnt in ein paar Wochen, und n&auml;chste Woche sollte ich schon meine Unterlagen zugeschickt bekommen. Da es an der FernUni keine Vorlesungen gibt, bekommt man am Anfang des Semesters einen Stapel Materialien zugeschickt, die es dann durchzuarbeiten gilt.</p>

<p>Dieses Semester belege ich lediglich einen Kurs, das juristische Prop&auml;deutikum. Dies ist eine Grundlagenveranstaltungen, in der Sprache und Denkweise von Juristen vorgestellt werden und ein &Uuml;berblick &uuml;ber die verschiedenen Teilgebiete des Rechts gegeben wird. Dieser Kurs hat einen Umfang von 10 ECTS Punkten, der Arbeitsaufwand betr&auml;gt damit in etwa ein Drittel eines Semesters hier in Mannheim. Wenn das gut klappt werde ich im darauf folgenden Semester dann 2 Kurse belegen. Sonst w&auml;re ich bei der Vergabe meines angestrebten Bachelor of Laws dann 30.</p>

<p>Das Studium an der FernUni hat neben den fehlenden Vorlesungen zwei entscheidende Vorteile f&uuml;r mich. Zum einen sind die Semesterzeiten in Mannheim und in Hagen unterschiedlich. Nach meiner Pr&uuml;fungsphase in Mannheim habe ich noch eineinhalb Monate, um mich auf meine juristischen Pr&uuml;fungen vorzubereiten. Zum anderen hat der Studiengang Rechtswissenschaft in Hagen auch einige wirtschaftswissenschaftliche Pflichtkomponenten. Diese Kurse kann ich mir, so hoffe ich, anrechnen lassen. Schlie&szlig;lich habe ich in Mannheim schon gen&uuml;gend Wirtschaftskurse belegt. Das beschleunigt das Studium ein wenig.</p>

<p>Ich bin echt gespannt, wie das zus&auml;tzliche Studium so werden wird. Schnittmengen zwischen Jura und VWL gibt es einige, was die Sache sehr interessant macht. Ob mir das Ganze auch beruflich was n&uuml;tzen wird, kann ich nicht absch&auml;tzen, ist im Moment aber auch eher egal.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>B.Sc. Volkswirtschaftslehre: Halbzeit</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=bsc_volkswirtschaftslehre:_halbzeit</link>
			<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 15:36:40 +0100</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Mit der letzten Klausur des dritten Semesters habe ich heute die erste H&auml;lfte meines dreij&auml;hrigen Bachelorstudiums in Mannheim hinter mir. Zeit f&uuml;r eine Halbzeitanalyse.</p>

<h3>&Uuml;berblick</h3>

<p>Erstmal grunds&auml;tzlich zum Aufbau meines Studiums: Im ersten Jahr durchl&auml;uft man die Grundlagenphase, in der die einzelnen Teilgebiete der VWL vorgestellt werden und man einige Matheveranstaltungen belegen muss. Damit wird gewisserma&szlig;en ein Fundament gelegt: Man lernt Werkzeuge und Sprache der VWL kennen. Auf dem Stundenplan stehen F&auml;cher wie Grundlagen der VWL, Mikro- und Makro&ouml;konomie, Statistik, Analysis, Finanzmathe, Recht und ein wenig BWL.
Es folgt die Vertiefungsphase. Hier wird auf das zuvor gewonnene Wissen aufgebaut. Es gibt weiterhin nur wenig Wahlm&ouml;glichkeiten, alle Studierenden durchlaufen im Wesentlichen das gleiche Programm. Neben vertiefenden F&auml;chern in Mikro, Makro und Statistik gibt es Vorlesungen zu weiteren Teilgebieten der VWL.
Der Studienabschnitt im f&uuml;nften und sechsten Semester nennt sich dann Spezialisierungsphase. Wie der Name suggeriert gibt es hier die M&ouml;glichkeit, durch eine gezielte Auswahl an F&auml;chern einen eigene Schwerpunkt zu setzen. Auslandssemester und das Verfassen der Bachelorarbeit fallen ebenfalls in diesen Abschnitt.</p>

<h3>R&uuml;ckblick</h3>

<p>Wie gef&auml;llt es mir also hier in Mannheim? Das Studium selbst macht mir Spa&szlig;. Es ist herausfordernd, aber trotzdem machbar. Ich habe nat&uuml;rlich nicht den Vergleich zu anderen Universit&auml;ten, aber mit der Studienbedingungen hier bin ich insgesamt zufrieden. Die Lernbedingungen sind gut, und wenn man nicht unbedingt alle Veranstaltungen zu den Sto&szlig;zeiten besuchen will kommt es manchmal vor, dass man auch schon am Anfang des Studiums in recht kleinen Gruppen &Uuml;bungen und Tutorien hat. Der Rekord hierbei ist ein Tutorium im zweiten Semester mit 3-4 Leuten + Dozent. An einer staatlichen Uni wohlgemerkt. Nat&uuml;rlich gibt es auch einige Sachen, die mir nicht so gut gefallen. Aber ich sch&auml;tze, das findet man &uuml;berall. Au&szlig;erdem ist unsere Uni sch&ouml;ner als die meisten.</p>

<p><div class="entry_image"><img class="entry_image" src="media/uni_ma/uni_ma.jpg" alt="Uni Mannheim"></div></p>


<h3>Ausblick</h3>

<p>Im kommenden, vierten Semester werde ich vier F&auml;cher belegen.
<p><ul><li><span class="bold">Internationale &Ouml;konomik</span> besch&auml;ftigt sich mit Au&szlig;enhandel und Wechselkursen</li>
<li><span class="bold">Finanzwissenschaft</span> behandelt den &ouml;ffentlichen Haushalt. Steuern, Subventionen und &ouml;ffentliche G&uuml;ter fallen z.B. in diesen Bereich.</li>
<li><span class="bold">Wirtschaftspolitik</span> eignet sich bestimmt wunderbar f&uuml;r Stammtischdiskussionen.</li>
<li><span class="bold">Grundlagen der &Ouml;konometrie</span> f&uuml;hrt &ouml;konomische Theorie und mathematisch-statistische Modelle zusammen, um Daten zu analysieren und so Modelle zu &uuml;berpr&uuml;fen. Anschlie&szlig;end kann man z.B. Vorhersagen treffen oder sch&ouml;ne Graphen erstellen.</li></ul></p>
<p>Nach diesem Semester steht ein Auslandssemester an. Wohin es gehen wird kann ich noch nicht sicher sagen, aber in den kommenden Wochen werde ich mich auf einen der Pl&auml;tze bewerben und dann sicherlich bald Klarheit dar&uuml;ber haben.</p>
 ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Ich als Knochenmarkspender: Teil 3</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=ich_als_knochenmarkspender:_teil_3</link>
			<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 23:35:17 +0100</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Was bisher geschah: Im Fr&uuml;hling habe ich mich als potentieller Knochenmarkspender registrieren lassen. Im Sommer erreichte mich dann einen Brief, der mir mitteilte, dass ich als <a href="http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=ich_als_knochenmarkspender">Spender in Frage komme</a>, woraufhin mir im Rahmen einer Feintypisierung ein wenig Blut abgenommen und untersucht wurde. Im Herbst teilte man mir dann mit, dass ich doch <a href="http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=ich_als_knochenmarkspender_-_fortsetzung">keine Stammzellen spenden</a> muss, da ein anderer Spender eine bessere &Uuml;bereinstimmung der Gewebemerkmale aufweisen kann.</p>

<p>Dann passierte erst einmal wieder nichts. Aber nicht f&uuml;r lange, im Dezember erhielt ich einen Anruf der DKMS, dass meine Gewebemerkmale mit denen eines Patienten sehr gut &uuml;bereinstimmen, und ob ich denn noch bereit w&auml;re, zu spenden. Das bin ich nat&uuml;rlich, war aber dennoch ein wenig perplex &uuml;ber die pl&ouml;tzliche &Auml;nderung der Pl&auml;ne. Ob es sich dabei um denselben Patienten wie im Sommer handelt, oder um einen anderen, wei&szlig; ich nicht.</p>

<p>Mir wurden die Termine der Voruntersuchung und der Stamm- zellentnahme mitgeteilt und am n&auml;chsten Tag die Reservierung eines Hotels in Frankfurt best&auml;tigt. Alle Kosten werden von der DKMS und ultimativ von der Versicherung des Patienten getragen. Die Anreise habe ich selbst organisiert, aber nur, weil ich selbst noch nicht wusste, ob ich von Oberhausen oder Mannheim aus anreisen w&uuml;rde. Im Laufe der n&auml;chsten Wochen bekam ich dann eine Menge Papiere zugeschickt, in denen alles noch einmal detailliert erkl&auml;rt wurde.</p>

<p>Diese Woche war ich dann zur Voruntersuchung in Frankfurt. Die eigentliche Untersuchung fand am Montagmorgen statt, aber damit ich nicht mitten in der Nacht losreisen musste, durfte ich schon am Sonntag anreisen und habe die Nacht in einem Hotel verbracht. (Nicht gerade die schlechteste Absteige, das Fr&uuml;hst&uuml;ck allein kostet 20€...)</p>

<p>Vollgepumpt mit frisch gepresstem Orangensaft und Kaffee bin ich dann zum Blutspendeinstitut gefahren, wo weitere Papierberge auf mich warteten. Durchlesen, Fragen aufschreiben, Unterschrift drunter setzen und so weiter. Anschlie&szlig;end wurden mir mal wieder Blut abgenommen, um weitere Untersuchungen durchf&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Es folgte ein l&auml;ngeres Gespr&auml;ch mit einer &Auml;rztin, die mich &uuml;ber alle Risiken und m&ouml;glichen Komplikationen einer Stammzellspende aufkl&auml;rte. Dann kamen noch weitere Untersuchungen, es wurde ein EKG angefertigt, Fieber gemessen, usw...</p>

<p>Im Anschluss musste ich zur Praxis eines anderen Arztes fahren, wo mit Ultraschall sicher gestellt wurde, dass meine Milz nicht platzen wird. Mit der schriftlichen Best&auml;tigung dar&uuml;ber ging's zur&uuml;ck zum Blutspendeinstitut zur Spritzeneinweisung. Warum das?</p>

<p>Es gibt zwei M&ouml;glichkeiten, Stammzellen zu entnehmen. Die erste ist die Entnahme aus dem Beckenknochen, welche unter Vollnarkose in einem Krankenhaus geschieht. Diese Methode wird immer seltener angewandt. H&auml;ufiger ist die zweite M&ouml;glichkeit, die so genannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stammzellapherese" target="_self">periphere Blutstammzellspende</a>. Hierzu muss man sich f&uuml;nf Tage vor der eigentlichen Transplantation ein Wachstumshormon (G-CSF) spritzen. Dieses nat&uuml;rliche, ohnehin im K&ouml;rper vorkommende, Hormon bewirkt dann eine &uuml;berm&auml;&szlig;ige Produktion von Stammzellen, welche in den Blutkreislauf &uuml;bergehen. G-CSF kann man sich, wie bei einer Insulinspritze, selbst in den Bauch spritzen. Und daf&uuml;r gibt es die Spritzeneinweisung. Danach habe ich meine ganzen Spritzen bekommen und freundlicherweise auch eine Einkaufst&uuml;te, damit ich das alles auch wieder nach Hause tragen konnte.</p>

<p><div class="entry_image"><a href="media/knochenmarkspende/1.jpg" rel="lightbox" title="Die G-CSF Spritzen"><img class="entry_image" src="media/knochenmarkspende/1.jpg" alt="Die Spritzen"></a></div></p>


<p>Am Tag (oder an den Tagen) der Entnahme werde in dann an eine Art Zentrifuge angeschlossen, welche die Stammzellen aus dem Blut herausfiltern. Das wird bei mir in drei Wochen sein, wof&uuml;r ich dann wieder nach Frankfurt muss. Davon sp&auml;ter mehr.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Der Untergang der VWL</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=der_untergang_der_vwl</link>
			<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 10:56:58 +0100</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>H&auml;ufig wird in letzter Zeit, also im Wesentlichen seit der Finanz- und Wirtschaftskrise, der Untergang der Volkswirtschaftslehre als wissenschaftliche Disziplin propagiert. Manche Kritik ist sicher angebracht, schlie&szlig;lich ist die VWL ja eine noch sehr junge Disziplin (verglichen mit, sagen wir mal, der Physik). Einiges von dem, was Kommentatoren in Fernsehen und Zeitungen so von sich geben, ist aber vor allem eins: uninformiert.</p>

<p>Ich m&ouml;chte an dieser Stelle nicht auf alle Kritikpunkte eingehen, aber eine Sache brennt mir schon l&auml;nger auf der Seele: Vielfach wird behauptet, Volkswirte gehen davon aus, das Menschen nur eigenn&uuml;tzig handeln, stets egoistisch sind. In der Tat, diese Annahmen treffen wir in der Regel: Menschen sind rational und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nutzenfunktion" target="_parent">maximieren ihren eigenen Nutzen</a>.</p>

<p>Kritiker argumentieren, dass ein solches Weltbild falsch ist. Menschen sind nicht immer egoistisch. Es gibt doch auch selbstlose Taten, mit denen Menschen anderen etwas Gutes tun, auch wenn sie selbst einen Nachteil davon haben.</p>

<p>Richtig. Zun&auml;chst einmal handelt es sich bei den Annahmen, die wir in der VWL treffen, nicht um ein "Weltbild". Es sind... Annahmen, die diese &auml;u&szlig;erst komplexe reale Welt vereinfachen sollen, damit wir sie in einem Modell betrachten k&ouml;nnen. Sieht man diese Annahmen als Vereinfachung der wirklichen Welt, gewinnt die Volkswirtschaftslehre vielleicht wieder ein bisschen was an Glaubw&uuml;rdigkeit: Menschen sind <span class="italic">meistens</span> egoistisch. Auch wenn manche es nicht gerne h&ouml;ren, im Groben und Ganzen l&auml;sst sich unsere Gesellschaft damit ganz gut beschreiben.</p>

<p>Ich werde hier aber noch ein wenig weiter gehen. Man k&ouml;nnte ja auch behaupten, dass ich einen Nutzen davon habe, wenn es einer anderen Person gut geht. Zum Beispiel belohnt mich mein gutes Gewissen, wenn ich einer Oma &uuml;ber die Stra&szlig;e helfe; eine Handlung, die mir sonst eigentlich keinen Vorteil verschafft. Ich handele also durchaus auch in eigenem Interesse, aber auf einer anderen Ebene. Ich tausche meine Zeit oder mein Geld daf&uuml;r ein, dass ich ein gutes Gef&uuml;hl oder Gewissen habe. Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homo_oeconomicus" target="_parent">Homo economicus</a> kann seinen Nutzen also auch &uuml;ber den Nutzen von anderen Personen maximieren.</p>

<p>Auch das soll lediglich eine Modellannahme sein. Ich m&ouml;chte nicht vorschlagen, dass Menschen nicht selbstlos handeln k&ouml;nnen. Allerdings wird hier schon deutlich, dass die Modelle der VWL mehr hergeben, als ihnen in der &ouml;ffentlichen Debatte zugeschrieben wird. Diese Gedanken sind nicht neu, sie sind Volkswirten schon lange bekannt, nur hat die &Ouml;ffentlichkeit davon noch nicht viel mitbekommen.</p>

<p>&Auml;hnliche Gedankenexperimente kann man auch f&uuml;r die Rationalit&auml;tsannahme in der VWL durchf&uuml;hren.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Warum ich keine Hörsäle besetze</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=warum_ich_keine_hoersaele_besetze</link>
			<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 18:14:36 +0100</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Die zweite Jahresh&auml;lfte 2009 war bildungspolitisch ein Thema in den Medien klar dominant: Der bundesweite Bildungsstreik. Vielerorts wurden nach &ouml;sterreichischem Vorbild H&ouml;rs&auml;le besetzt und die Stra&szlig;en von Protestrufen erf&uuml;llt.</p>

<h3>Das B&uuml;ndnis</h3>
<p>Organisiert wurde das Ganze von einem un&uuml;berschaubaren B&uuml;ndnis aus einem Spektrum zwischen linksorientierten politischen Gruppen und Autonomen. Auf den Stra&szlig;en waren u. A. zu sehen: SPD (in Form von Jungsozialisten), Gr&uuml;ne, Linke, MLPD, Piratenpartei, Gewerkschaften, Fachschaften, ASTen, Antifa-Gruppen, Attac, selbstgenannte Widerstandsgruppen, dem Revolution&auml;r Sozialistischen Bund und anarchistischen Gruppen.</p>

<h3>Forderungen</h3>
<p>Die <a href="http://www.bildungsstreik.net/aufruf/forderungen-der-studierenden/">Forderungen des B&uuml;ndnisses</a> sind die soziale &Ouml;ffnung der Hochschulen, die Abschaffung von Bachelor/Master in der derzeitigen Form, die Demokratisierung des Bildungssystems und die Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen.<br />
In dieser allgemeinen Form kann man den Forderungen nat&uuml;rlich nur wenig entgegensetzen. Und &uuml;berhaupt, auch wenn ich kein Freund des Bildungsstreikes bin, einige Forderungen sind durchaus legitim: Eine bessere finanzielle Ausstattung unseres Bildungssystems, bessere M&ouml;glichkeiten der Schwerpunktsetzung im Studium, zus&auml;tzliches Lehrpersonal und ein Ausbau von Studienpl&auml;tzen sind nat&uuml;rlich w&uuml;nschenswert.<br />
Schaut man sich aber jene Forderungen im Detail an, findet man Vieles, das sich zwischen unrealistisch und albern bewegt. So wird zum einen die <span class="bold">Abschaffung von Studiengeb&uuml;hren</span> gefordert, da diese viele Studenten in die Armut treiben bzw. direkt vom Studium abhalten. Zun&auml;chst ist anzumerken, dass 3000€ f&uuml;r einen ersten Hochschulabschluss eigentlich l&auml;cherlich wenig ist, wenn man sich anschaut, was man als Gegenleistung bekommt. Ich kann nat&uuml;rlich nur f&uuml;r meine Universit&auml;t sprechen, aber bei uns in Mannheim ist die Verwendung der Studiengeb&uuml;hren transparent und sinnvoll. So wurden zum Beispiel zus&auml;tzliche Tutorien f&uuml;r manche F&auml;cher eingerichtet, um in kleineren Gruppen lernen zu k&ouml;nnen. Ebenso wurden die &Ouml;ffnungszeiten der Bibliotheken verl&auml;ngert. 3000€ f&uuml;r 3 Jahre sind unter 20€ pro Woche. Es gibt so manchen Studenten, der in einer guten Woche deutlich mehr allein f&uuml;r Alkohol ausgibt. Und f&uuml;r wirklich Bed&uuml;rftige gibt es immerhin BAf&ouml;G, f&uuml;r Schlaue gibt es Stipendien und wenn das immer noch nicht genug ist gibt es noch Studienkredite zu g&uuml;nstigen Konditionen. Da Studenten statistisch gesehen sp&auml;ter ohnehin ein h&ouml;heres Durchschnittseinkommen haben, ist das Argument der sozialen Vertr&auml;glichkeit auch nicht tragbar. <br />
Auch die <span class="bold">Abschaffung von Bachelor und Master</span> w&auml;ren ein Schritt in die falsche Richtung. Die Fehler in der Umsetzung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bologna-Prozess">Bologna-Prozesses</a> liegen nicht an der neuen Stufung der Bildungsabschl&uuml;sse, sondern an der teilweise suboptimalen Anpassung der Studieng&auml;nge seitens der Hochschulen. Ich pers&ouml;nlich sehe es als Vorteil an, dass ich durch die neuen Studienabschl&uuml;sse leichter die Hochschule wechseln kann, sollte ich mich dazu entscheiden, meinen Master andernorts oder sogar im Ausland zu erwerben. Wenn einzelne Hochschulen den Prozess schlecht umsetzen, brauchen wir keinen bundesweiten Protest, sondern konstruktive Dialoge vor Ort. <br />
Viele andere Forderungen, wie z.B. „die Umsetzung freier alternativer Bildungskonzepte“, sind mir unklar und suspekt.</p>

<h3>Die Proteste</h3>
<p>Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen nutzt das B&uuml;ndnis ein Arsenal aus H&ouml;rsaalbesetzungen und Demonstrationen.<br />
In vielen St&auml;dten von Hamburg bis M&uuml;nchen, von Aachen bis Dresden wurden H&ouml;rs&auml;le besetzt, meist das Audimax oder das B&uuml;ro des Rektors. Das bessere Studienbedingungen gefordert werden, indem man andere Studenten vom Studieren abh&auml;lt, ist bestenfalls ironisch.<br />
Auch die Demonstrationen auf den Stra&szlig;en waren eigentlich mehr eine riesige PR-Aktion von Allem links der Mitte. Dies ist schade, denn so werden Studenten mit berechtigten Forderungen mit solchen in einen Topf geworfen, welche z. B. 1000€ bedingungsloses Einkommen f&uuml;r Sch&uuml;ler und Studenten ab 16 Jahren fordern. Linke, MLPD, Anarchisten etc. nutzen die Bildungsproteste um f&uuml;r ihre eigene Sache zu k&auml;mpfen. Und schlie&szlig;lich bringen Krawalle in 68er Romantik niemanden weiter.</p>

<p>Hier gibt es <a href="http://gegen-den-bildungsstreik.de/grundsaetze.html" target="_self">weitere Informationen</a>.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Auslandssemester: Reloaded</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=auslandssemester:_reloaded</link>
			<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 00:26:31 +0100</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>In einem <a href="http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=vorbereitungen_fuers_auslandssemester">fr&uuml;heren Post</a> habe ich &uuml;ber meine Bewerbung f&uuml;r ein Auslandssemester in Singapur berichtet. Inzwischen ist einiges passiert: Das Auslandsamt hat sich bei mir gemeldet und mich zu einem Auswahlgespr&auml;ch eingeladen. Das war gute und schlechte Nachricht zugleich: Gut war die Mitteilung, weil sie bedeutete, dass ich die erforderlichen Unterlagen offensichtlich in der richtigen Reihenfolge eingereicht habe. Schlecht war die Nachricht, da das Stattfinden von Auswahlgespr&auml;chen auch hie&szlig;, dass sich sehr viel mehr Studenten auf die lediglich zwei Pl&auml;tze beworben hatten als angenommen.</p>
<p>Das Auswahlgespr&auml;ch an sich lief gef&uuml;hlt sehr gut: Es wurden jeweils f&uuml;nf Bewerber gleichzeitig von f&uuml;nf Universit&auml;tsmitarbeitern interviewt. Der Reihe nach mussten wir Fragen &uuml;ber uns und unsere Motivation, nach Singapur gehen zu wollen, beantwortet. Dies geschah teils auf Deutsch, teils auf Englisch. Ich hatte das Gef&uuml;hl, mich selbst gut zu verkaufen. Das ich gerade ein wenig Chinesisch lerne kam sicher gut an.</p>
<p>Meine Mitstreiter in Sachen Singapur waren aber auch sehr gut. Insgesamt sch&auml;tze ich, dass sich mindestens 15 Leute einen der zwei Pl&auml;tze sichern wollten. Genaue Zahlen wurden uns aber nicht verraten. Ich kann mir also nur ein Bild von der Gesamtlage machen, indem ich mir die vier Leute angucke, die bei mir im Gespr&auml;ch dabei waren. Einer hatte offensichtlich seine Statements vorher auswendig gelernt, was wenig authentisch r&uuml;ber kam. Andere wiederum waren sehr &uuml;berzeugend und hatten echt gute Beweggr&uuml;nde, um ein Semester an der NUS zu studieren. Da konnte ich nicht ganz mithalten.</p>
<p>Nach dem Auswahlgespr&auml;ch wurde uns gesagt, dass wir in der n&auml;chsten Woche Bescheid bekommen werden. Da ich mir der neuen Lage nach meine Chancen eher schlecht ausmalte, habe ich mich schon mal ein wenig nach meinen Alternativen umgeschaut. Meine Vermutung stellte sich dann ein paar Tage sp&auml;ter als richtig heraus: "Leider kann ihre Bewerbung aufgrund der sehr hohen Bewerberlage nicht ber&uuml;cksichtigt werden."</p>
<p>Ein bisschen Schade ist das nat&uuml;rlich schon, aber wirklich hart treffen tut es mich nicht. Ich bin mit meiner Leistung im Auswahlgespr&auml;ch zufrieden und bin zugleich froh f&uuml;r die Leute, die es geschafft haben. Wahrscheinlich haben die zwei Gl&uuml;cklichen wirklich bessere Gr&uuml;nde gehabt, dort ein Auslandssemester zu machen. Wenn mein Lebensweg mich wirklich nach Singapur bringen soll, dann wird sich bestimmt sp&auml;ter noch einmal eine gute Gelegenheit dazu er&ouml;ffnen.</p>
<p>Und wie geht's jetzt weiter? Ende Januar n&auml;chsten Jahres habe ich die M&ouml;glichkeit, mich auf die Austauschprogramme meiner Fakult&auml;t zu bewerben. Die Alternative, die ich im Moment ins Auge gefasst habe, ist Norwegen. Die Stadt Bergen im Westen des Landes, um genauer zu sein. Dort gibt es die Norwegische Handelshochschule, eine renommierte Universit&auml;t mit einem &uuml;berzeugenden Kursangebot. Weiterhin ist dort mit der University of Bergen eine zweite Partneruni. Andere M&ouml;glichkeiten w&auml;ren D&auml;nemark oder die Niederlanden.</p>
<p>Das Ganze bleibt also weiterhin interessant. Ich bin selbst ziemlich gespannt, wohin es mich verschlagen wird. Und wie hei&szlig;t es so sch&ouml;n: Der Mensch denkt, Gott lenkt. [Spr&uuml;che 16,9]</p>
 ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Drei Wochen Selbstversuch: Fazit</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=drei_wochen_selbstversuch_fazit</link>
			<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 12:03:12 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Eigentlich war's gar nicht mal so schwer. Und ich bin mit eineinhalb Monaten viel schneller fertig geworden, als ich urspr&uuml;nglich gedacht h&auml;tte. Die Rede ist von meinem <a href="index.php?entry=drei_wochen_selbstversuch">Experiment</a>, 3 Wochen am St&uuml;ck keine Beschwerde von mir zu geben, nicht schlecht &uuml;ber andere zu reden und nicht sarkastisch zu sein.</p>

<p>Dieser Selbstversuch ist mitterweile abgeschlossen. Ich musste ein paar Mal mein B&auml;ndchen an den anderen Arm binden und von Neuem anfangen, was haupts&auml;chlich daran liegt, dass man sich an diese Nicht-Beschweren-Mentalit&auml;t erst einmal gew&ouml;hnen muss. Man ist halt doch irgendwie so programmiert, die Schuld f&uuml;r irgendwelche Umst&auml;nde nicht in sich selbst, sondern woanders zu suchen. Indem man sich beschwert versucht man dann nach Au&szlig;en hin deutlich zu machen, dass man sich f&uuml;r seine Situation nicht zu verantworten hat.</p>

<p>Manchmal mag das stimmen, aber meistens sind wir selbst f&uuml;r unsere Umst&auml;nde verantwortlich. Nat&uuml;rlich kann ich mich dar&uuml;ber beschweren, dass der Supermarkt meines Vertrauens Samstag abends um Viertel vor zehn keine Milch mehr hat. Oder ich beschwere mich nicht, ziehe meine Konsequenzen und gehe das n&auml;chste Mal einfach eher einkaufen. Nat&uuml;rlich ist die Klausur schwer, aber n&auml;chstes mal lerne ich vielleicht ein bisschen eher und beschwere mich nicht dar&uuml;ber. Und wenn mir etwas nicht passt, was jemand anderes macht, kann ich ihn lieber ehrlich darauf hinweise anstatt &uuml;ber ihn zu l&auml;stern.</p>

<p>Ich bin davon &uuml;berzeugt, dass ein Miteinander sehr viel einfacher w&auml;re, wenn man die Zeit und Energie, die man zum Beschweren aufwendet, anders einsetzt. Statt zum nicht-konstruktiven Beschweren k&ouml;nnte man sie dazu einsetzen, &uuml;ber die Fehler anderer hinwegzusehen und Situationen, die man gerade nicht &auml;ndern kann, einfach zu ertragen. Bei solchen, die man &auml;ndern kann, sollte man auch pro-aktiv werden und sie zum Besseren &auml;ndern.</p>

<p>Das Experiment war erfolgreich. Es war gut zu sehen, dass man auch mal drei Wochen ohne Beschweren zurechtkommt. Am interessantesten war jedoch zu sehen, wie oft man sich eigentlich beschwert oder zumindest beschweren m&ouml;chte. Erstaunlich, welche Selbstoffenbarung ein kleines Armband ausl&ouml;sen kann.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Warum ein Bauer in Tadschikistan mir $25 schuldet</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=warum_ein_bauer_in_tadschikistan_mir_25_schuldet</link>
			<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 21:08:42 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Hedgefonds, Credit Default Swaps und Collateralized Debt Obligations z&auml;hlen zu den Finanzprodukten, mit denen wir Wirtschafts- wissenschaftler es in letzter Zeit h&auml;ufiger mal in die Nachrichten schaffen. Diese hochkomplexen und meist un&uuml;berschaubaren Investitionsinstrumente haben gerade in der Finanz- und Wirtschaftskrise f&uuml;r schlechte Schlagzeilen gesorgt und drohen daher, die ganze Branche in Verruf zu ziehen.</p>

<p>Unterdessen, weit von der Wallstreet und der City in London entfernt, wohnt Rafikjon O. mit seiner Frau und drei Kindern in einem Dorf in Tadschikistan. Dieses Land in Zentralasien, Teil der ehemaligen Sowjetunion, z&auml;hlt zu den &auml;rmsten der Erde. &Uuml;ber zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung sind in der Landwirtschaft t&auml;tig, so auch Rafikjon. Er z&uuml;chtet wie sein Vater K&uuml;he und Schafe, m&ouml;chte aber auch ins "Milch-Business" expandieren. Daf&uuml;r braucht er mehr K&uuml;he, eine Investition weit weniger komplex als beispielsweise Credit Default Swaps.</p>

<p>Rafikjon ist von seinem Businessplan &uuml;berzeugt und braucht 700$ f&uuml;r K&uuml;he. Also etwa 0,0000013% von dem, was der Bund zur allein Finanzierung des Konjunkturpakets II an neuen Schulden aufgenommen hat. Wie kommt er nun an das ben&ouml;tigte Geld, wenn normale Banken nicht mit ihm ins Gesch&auml;ft kommen wollen, oder k&ouml;nnen?</p>

<p>Die Antwort hierauf sind Mikrokredite. Muhammad Yunus erhielt 2006 f&uuml;r seine erfolgreiche Arbeit mit solchen Kleinstkrediten den Friedensnobelpreis. (30 Jahre nachdem er mit seiner Arbeit in Bangladesh angefangen hat, und nicht etwa nach neun Monaten, aber das ist eine andere Geschichte...) Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Kredite unter 1000$, welche an kleine Unternehmen oder Ein-Personen Betriebe vergeben werden. Meist geschieht dies in Entwicklungsl&auml;ndern; die Kredite sind als Impulse f&uuml;r unternehmerische Aktivit&auml;t und langfristig als Chance zur wirtschaftlichen Entwicklung zu verstehen. Au&szlig;erdem weisen Mikrokredite, was auf den ersten Blick vielleicht erstaunlich klingt, sehr hohe R&uuml;ckzahlungsquoten auf.</p>

<p>Unser Viehz&uuml;chter wendet sich nun an eine Hilfsorganisation in Tadschikistan, welche mit <a href="http://www.kiva.org/">Kiva</a> zusammenarbeitet. Kiva ist eine Organisation, welche Kredit-Suchende mit potentiellen Investoren zusammenbringt. Dies geschieht &uuml;ber deren Website, auf der sich Interessierte informieren und dann gegebenenfalls auch direkt investieren k&ouml;nnen. Es gibt eine breite Auswahl an Filtern, sodass jeder ein geeignetes Investment finden kann. Die Mindesth&ouml;he betr&auml;gt $25. Zinsen gibt es keine, man ist aber h&auml;ufig immerhin gegen W&auml;hrungsschwankungen abgesichert.</p>

<p>Nat&uuml;rlich ist mit einem Investment immer ein gewisses Ausfallrisiko verbunden, und auch wenn Rafikjons Kleingewerbe nicht gerade "too big to fail" ist: Die R&uuml;ckzahlungsquoten sind wie bereits erw&auml;hnt sehr hoch. Rafikjon erh&auml;lt einen R&uuml;ckzahlungsplan und muss seinen Kredit in kleinen Raten &uuml;ber ein Jahr hinweg zur&uuml;ckzahlen. Und statt fetter Rendite bekommt man das gute Gef&uuml;hl, einen Teil darin zu spielen, dass jemand seinen Kindern eine bessere Zukunft erm&ouml;glichen kann.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Vorbereitungen für&#039;s Auslandssemester</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=vorbereitungen_fuers_auslandssemester</link>
			<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 19:39:17 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Vorletzte Woche habe ich meine Bewerbung f&uuml;r ein Auslandssemester eingereicht. In akribischer Kleinarbeit habe ich s&auml;mtliche ben&ouml;tigten Dokumente zusammengetragen. Ich wurde extra darauf aufmerksam gemacht, dass "fehlerhafte und falsch sortierte Dokumente" meine Chancen "drastisch" senken w&uuml;rden. Hoffentlich habe ich nicht aus Versehen meinen Lebenslauf hinter meinem Notenauszug in den Umschlag gelegt.</p>
<p>Beworben habe ich mich statt der m&ouml;glichen drei lediglich auf ein Austauschprogramm. Dieses Programm wird mich nach Singapur an die NUS (National University of Singapore) bringen, vorrausgesetzt meine Bewerbung ist erfolgreich. Dies h&auml;ngt neben der ordnungsgem&auml;&szlig;en Reihenfolge der eingereichten Dokumente haupts&auml;chlich davon ab, wie viele andere Studenten sich auf dieses Programm beworben haben. Da das Austauschprogramm mit der NUS fast allen Mannheimer Studenten offen steht, gibt es einen gro&szlig;en potentiellen Bewerberkreis. Wie viele das letztendlich sind wei&szlig; ich nicht, sicher ist nur, dass ich nicht der einzige bin, der sich auf dieses Programm beworben hat.</p>
<p>Im Laufe dieser Woche sollte ich Bescheid bekommen, ob ich mein f&uuml;nftes Semester in Singapur oder nicht verbringen werde. Sollte es dazu kommen, werde ich in einem weiteren Post ein bisschen was &uuml;ber Singapur und die Uni dort berichte.</p>
<p>Auch in dem Fall, dass meine Bewerbung nicht von Erfolg gekr&ouml;nt wird, ist das Kapitel Auslandssemester noch lange nicht beendet. Anfang n&auml;chsten Jahres besteht noch die M&ouml;glichkeit, sich auf die Austauschprogramme meiner Fakult&auml;t zu bewerben. M&ouml;gliche Austauschunis sind dann beispielsweise in D&auml;nemark, Holland oder Norwegen.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Ich als Knochenmarkspender: Fortsetzung</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=ich_als_knochenmarkspender_-_fortsetzung</link>
			<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 21:08:35 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>In einem <a href="http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=ich_als_knochenmarkspender">fr&uuml;heren Blogpost</a> habe ich dar&uuml;ber berichtet, dass ich als Knochenmarkspender registriert bin. Anlass des Artikels war ein Brief, in dem stand, dass ich als potentieller Spender in Frage kommen w&uuml;rde. Daraufhin war ich beim Arzt, wo die so genannte Feintypisierung durchgef&uuml;hrt wurde. Das hei&szlig;t, mir wurde ein wenig Blut entnommen, welches dann auf weitere &Uuml;bereinstimmungen untersucht wurde. So soll sichergestellt werden, dass meine Spende f&uuml;r dem Empf&auml;nger bestm&ouml;glich vertr&auml;glich ist.</p>
<p>Ich war jedoch nicht der einzige, der f&uuml;r den Empf&auml;nger zur Feintypisierung aufgefordert wurde. Wie viele andere Spender eine &auml;hnliche &Uuml;bereinstimmung der Gewebemerkmale mit dem Empf&auml;nger aufweisen wei&szlig; ich aber nicht genau. Was aber sicher ist: Einer von den anderen Spendern hat Stammzellen, die f&uuml;r den Patienten besser vertr&auml;glich sind.</p>
<p>Das ist zum einen eine gute Nachricht f&uuml;r den Empf&auml;nger der Spende, bedeutet aber f&uuml;r mich zun&auml;chst, dass ich kein Knochenmark spenden werde. Schlie&szlig;lich passen die des anderen Spenders einfach besser.</p>
<p>Hier wird deutlich, wie selten bestimmte Gewebe&uuml;bereinstimmungen eigentlich sind. Die Wahrscheinlichkeit, auch als registrierter Spender tats&auml;chlich Knochenmark zu spenden, ist sehr gering. Anders als zum Beispiel bei einer Blutspende gibt es sehr viele verschiedene Merkmale, die es zu &uuml;berpr&uuml;fen gilt. Daher ist es besonders wichtig, dass sich m&ouml;glichst viele Menschen registrieren und typisieren lassen, um Leuk&auml;miepatienten eine Chance zu geben. Mehr Infos dazu findet ihr beispielsweise bei der <a href="http://www.dkms.de">DKMS</a>.</p>
 ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Semesteranfang Nr. 3</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=semesteranfang_nr_3</link>
			<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 19:40:31 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Mit den Semesterferien ist auch die diesj&auml;hrige Reisesaison beendet und es ist an der Zeit, mal wieder ein paar Monate in Mannheim zu verbringen. Das Studium ruft.</p>
<p>Da mein urspr&uuml;nglicher Plan, nur ein Jahr im Studentenwohnheim zu bleiben, verworfen wurde, haben meine Eltern und ich einen Samstag geopfert um meine bescheidene Behausung fit f&uuml;r ein weiters Jahr zu machen. Dazu z&auml;hlt, dass mein Zimmer einen bitter-n&ouml;tigen neuen Anstrich erhalten hat, teilweise in 4 Lagen, um auch den h&auml;rtesten Kaffeefleck von den W&auml;nden zu bekommen. Zudem entwickelt sich mein 12m² Zimmer langsam zu einer Selbstversorgerzelle. Der neu angeschaffte, eigene K&uuml;hlschrank und die Mikrowelle unterst&uuml;tzen es dabei. Standesgem&auml;&szlig; verf&uuml;gt die Mikrowelle &uuml;ber einen Grill inklusive "Tiefk&uuml;hlpizza"-Taste, man muss dem Studentenimage ja gerecht werden.</p>
<div class="entry_image"><img class="entry_image" src="media/semesteranfang_nr_3/1.JPG"></div>
<p>Das vor mir liegende dritte Semester wird ein wenig anders aussehen als das letzte. W&auml;hrend ich im zweiten Semester noch 5 F&auml;cher belegt habe, und damit ein Fach vorgezogen habe, belege ich dieses Semester nur noch 3 F&auml;cher, was wirklich nicht viel ist. Zudem nehme ich weiterhin an einem Sprachkurs teil, welcher meine im letzten Semester gewonnen Kentnisse der chinesischen Sprache vertiefen sollen. Wobei "vertiefen" hier sicher ein Overstatement ist.</p>
<p>Um nicht unterbesch&auml;ftigt zu sein, und damit der K&uuml;hlschrank weiter gef&uuml;llt bleibt, habe ich dieses Semester einen Job. Ich habe eine Tutorenstelle an der Uni und so mein Wissen in den F&auml;chern Finanzmathematik und Lineare Algebra weiterzugeben, Veranstaltungen f&uuml;r alle Erstsemester an der Uni, die irgendwas mit Wirtschaft zu tun haben.</p>
<p>Au&szlig;erdem gilt es jetzt, mein Auslandssemester im dritten Studienjahr zu organisieren. Es m&uuml;ssen Sprachtests abgelegt, Motivationsschreiben verfasst und Formulare ausgef&uuml;llt werden... Aber davon sp&auml;ter mehr.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Reisen nur mit Handgepäck</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=reisen_nur_mit_handgepaeck</link>
			<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 20:41:12 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Da ich in letzter Zeit immer mal wieder f&uuml;r einen Trip packen musste, hat sich dabei ein wenig Routine eingestellt. Meine Packliste wurde immer wieder reevaluiert und dabei unn&ouml;tige Sachen gestrichen. Daher brauche ich bei den meisten Trips nur Handgep&auml;ck. Damit auch ihr von meinen Erfahrungen profitieren k&ouml;nnt, hier meine Packliste f&uuml;r Israel.</p>

<div class="entry_image"><img class="entry_image" src="media/israel/1.JPG"></div>

<ul><li><span class="bold">Rucksack</span> Irgendwo muss ja alles rein. Mein Rucksack fasst 32l und ist eigentlich f&uuml;r Tagestouren ausgelegt. Damit passt er noch in die &Uuml;ber-Kopf F&auml;cher in Flugzeugen, besonders da er ziemlich flach ist. Au&szlig;erdem ist er angenehm zu tragen, sollte man mal ein wenig laufen m&uuml;ssen.</li>

<li><span class="bold">Schlafsack</span> Braucht man nat&uuml;rlich nicht immer, aber beim Zelten oder beim Schlafen auf D&auml;chern von Jugendherbergen ist einer unerl&auml;sslich. Ich habe einen relativ leichten mitgenommen (1kg), da das Wetter in Israel warm genug war.</li>

<li><span class="bold">Kleidung</span> 1 Pullover f&uuml;r den Flug und abends, 4 T-Shirts, eine kurze Hose, Socken usw. zum Wechseln und dann noch ein Satz zum direkt anziehen. Verpackt ist das ganze in Gefrierbeuteln: Reinstopfen, Luft rauslassen (am Besten draufsetzen), zumachen und die Klamotten haben nur noch einen Bruchteil des Volumens. Und sie sind Wasserdicht verpackt. Es gibt auch eigens daf&uuml;r entworfene Beutel, meine Gefrierbeutel f&uuml;llen sich leider nach einiger Zeit wieder mit Luft.</li>

<li><span class="bold">Badeshorts</span> In Finnland hab ich drauf verzichtet und war statt dessen in einer kurzen Hose schwimmen und habe diese dann trocken lassen. Im Toten Meer wollte ich aber keine normale Hose ruinieren und habe Badeshorts eingepackt.</li>

<li><span class="bold">Handtuch</span> Neben dem &uuml;blichen Einsatzgebiet hat mir mein Handtuch dieses Mal auch als Ersatzkopfbedeckung gedient, als wir in der W&uuml;ste unterwegs waren und ich meine M&uuml;tze vergessen hatte. Ergab einen netten Beduinen-Look.</li></ul>

<div class="entry_image"><img class="entry_image" src="media/israel/2.JPG"></div>

<ul><li><span class="bold">M&uuml;tze</span> Wenn man in der sengenden Sonne mal nicht mit einem Handtuch um den Kopf gebunden rumlaufen will.</li>

<li><span class="bold">Reisef&uuml;hrer</span> Lonely Planet, sind die besten. In unserem Reisef&uuml;hrer standen auch Tipps zu den g&uuml;nstigsten &Uuml;bernachtungs- m&ouml;glichkeiten, was hilfreich war. Nur die Infos &uuml;ber den &ouml;ffentlichen Nahverkehr waren nicht immer zuverl&auml;ssig, was aber in Israel ein generelles Problem zu sein scheint.</li>

<li><span class="bold">Kulturbeutel</span> Um auch unterwegs einen gewissen Standard einzuhalten. Alles in einem 1l Beutel und nichts gr&ouml;&szlig;er als 100ml, um die neuen Richtlinien f&uuml;r's Handgep&auml;ck einzuhalten.</li>

<li><span class="bold">Erste Hilfe Zeug</span> Gegen Kopfschmerzen, Durchfall, wenn man sich den Finger in einem Wasserhahn einklemmt und &auml;hnliches.</li>

<li><span class="bold">Digitalkamera</span> Neben meiner Panasonic TZ-5 ist auch ein Ersatzakku (aber kein Ladeger&auml;t) und ein Stativ im Gep&auml;ck. Letzteres habe ich leider in Israel verloren.</li>

<li><span class="bold">Kleinkram</span> Etwas Schnur, ein Schloss, Kaugummis,  Uhr, Portemonnaie, Mobiltelefon, MP3-Player (f&uuml;r den Soundtrack der Reise), Sonnenbrille, Stift und Notizbuch. Unentbehrliches Kleinzeug halt.</li>

<li><span class="bold">Reisepass und Dokumente</span> Pass, damit ich auch ins Land und wieder zur&uuml;ck komme, dazu Best&auml;tigungen &uuml;ber die Fl&uuml;ge (man braucht eine R&uuml;ckflugbest&auml;tigung um in Israel einzureisen), eine Best&auml;tigung der Krankenkasse und Impfschein.</li>

<li><span class="bold">Campinggeschirr</span> Den Teller habe ich aus Platzgr&uuml;nden doch Zuhause gelassen, aber Messer und L&ouml;ffel kann man oft gut gebrauchen. Au&szlig;erdem habe ich noch einen Becher eingepackt, aus dem kann man nicht nur trinken sondern auch M&uuml;sli essen und Wasser auf'm Herd mit Kochen.</li>

<li><span class="bold">Proviant</span> M&uuml;sliriegel, falls man auf die Schnelle nichts essbares findet. Weiterhin eine Wasserflasche aus Plastik.</li>

<li><span class="bold">Schutzh&uuml;lle</span> Eine H&uuml;lle und Packriemen f&uuml;r den Rucksack, falls ich ihn nicht als Handgep&auml;ck nehme sondern einchecke. So wird dieser nicht dreckig und die Trageriemen k&ouml;nnen nicht abrei&szlig;en. Einchecken ist nat&uuml;rlich n&ouml;tig, wenn ich ein Messer dabei habe.</li>

<li><span class="bold">Einkaufsbeutel</span> Als Handgep&auml;ck, sollte ich den Rucksack einchecken. Das ganze sieht dann so aus:</li></ul>

<div class="entry_image"><img class="entry_image" src="media/israel/3.JPG"></div>

<p>Alles zusammen wog mein Gep&auml;ck am Flughafen 8kg und ist somit als Handgep&auml;ck zul&auml;ssig. Und es ist leichter zu tragen, wenn man den ganzen Tag mit seinem Gep&auml;ck auf dem R&uuml;cken rumlaufen muss.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Helsinki</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=helsinki</link>
			<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 16:43:59 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Als zweite Station meiner elaborierten Semesterferienreiseplanung haben Samy und ich eine Woche in Finnland verbracht. Der Vorabend unseres Hinflugs war selten lustig, als wir beide versuchten unsere Rucks&auml;cke zu "verpacken", um sie w&auml;hrend des Fluges zu sch&uuml;tzen. Gep&auml;ck wird ja nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst und es hingen ja noch Isomatte und Zelt an den Rucks&auml;cken. Aber die Rechnung ging nicht auf: Rucksack + Zelt + Isomatte passen einfach nicht in einen Kopfkissenbezug, au&szlig;erdem sah das ganze etwas seltsam aus. Man stelle sich das Gespr&auml;ch am Check-In Schalter vor: Hallo, ich w&uuml;rde gerne dieses gef&uuml;llte Kopfkissen einchecken. Also wurde das ganze in robuste Plastiks&auml;cke verpackt. Trotzdem wurden unsere B&uuml;ndel als Sondergep&auml;ck deklariert.</p>
<p>In Helsinki angekommen standen wir erstmal am Bahnhof und waren uns nicht ganz sicher, was wir als n&auml;chstes tun sollten. Geplant hatten wir nichts. Also ging es erstmal zur Touristeninformation, in der wir dann auch gesch&auml;tzte eineinhalb Stunden verbrachten. Wir entschieden uns, einen CityPass zu kaufen, welcher uns kostenlosen Eintritt in Sehensw&uuml;rdigkeiten und vollen Gebrauch des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs versprach. Und hier und da kostenlose Postkarten. Nach finanziellen Erw&auml;gungen verworfen wir die Idee, mal zu gucken wie weit n&ouml;rdlich mit Bus und Bahn wir kommen w&uuml;rden. Wir blieben also die ganze Zeit in Helsinki und Umgebung. Fast.</p>
<p>Nat&uuml;rlich fing es direkt an zu regnen, obwohl f&uuml;r die gesamte Zeit eigentlich Sonnenschein angesagt war. Darauf waren wir beide nicht vorbereitet, lie&szlig;en uns aber die Stimmung nicht vermiesen. Ein Blick in den Reisef&uuml;hrer informierte uns &uuml;ber unsere &Uuml;bernachtungsm&ouml;glichkeiten, wir entschieden uns dann f&uuml;r's Campen. Deswegen auch das Zelt. Der Zeltplatz unseres Vertrauens lag etwa 25min au&szlig;erhalb des Zentrums und war leicht mit der Metro zu erreichen. Gl&uuml;cklicherweise z&auml;hlte das noch zum Stadtgebiet und wir konnten mit unserem CityPass zwischen Zeltplatz und Stadt pendeln. Dort angekommen h&ouml;rte es auf zu regnen und wir bauten unser Zelt auf. Nach so einem langen Tag ging's dann auch z&uuml;gig ins Bett.</p>
<p>An unserem zweiten Tag machten wir von unserem CityPass vollen Gebrauch und besuchten Suomenlinna. Diese beeindruckende Festung auf mehreren Inseln vor Helsinki wurde von den Schweden gebaut, dann von den Russen erobert und ist jetzt finnisch und Weltkulturerbe. Wir nahmen an einer Tour &uuml;ber die Inseln teil und unser Tourf&uuml;hrer war sehr enthusiastisch dabei. Fliegende Kanonenkugeln wurden durch blitzartige Armbewegungen dargestellt und die Lautst&auml;rke, in unser F&uuml;hrer Kriegsszenen nacherz&auml;hlte wirkte sicherlich etwas befremdlich auf andere Besucher der Inseln. Einige witzige Hintergrundinfos lockerten das Ganze dann auf, wie zum Beispiel die Tatsache, dass von Finnlands glorreicher U-Boot-Flotte (5 St&uuml;ck) nur noch eins &uuml;brig ist. Als Museum, welches wir dann auch besichtigen konnten. Mehr durften sie nach dem zweiten Weltkrieg nicht haben.</p>
<div class="entry_image"><img class="entry_image" src="media/helsinki/1.jpg" alt="U-Boot"></div>
<p>Den n&auml;chsten Tag begannen wir mit der Aussicht vom Olympiaturm von 1952. Nach diesem Blick von oben auf die Stadt schauten wir uns diese detaillierter von unten an, indem wir an einer Stadtrundfahrt teilnahmen, welche uns an den wichtigsten Sehensw&uuml;rdigkeiten, wie der Kathedrale, Helsinkis Wahrzeichen, vorbeif&uuml;hrte. Nach der Besichtigung eines Museums nahmen wir abends eine F&auml;hre auf eine andere Insel vor Helsinki um dort in echt sch&ouml;ner Natur belegten Brote zu essen und wieder zur&uuml;ckzufahren.</p>
<div class="entry_image"><img class="entry_image" src="media/helsinki/2.jpg" alt="Kathedrale von Helsinki"></div>
<p>Tag 4 sollte uns eigentlich nach Tallinn, der Hauptstadt Estlands, bringen. Als wir am Hafen ankamen, war das Schiff zwar noch da, aber wer rechnet schon damit, dass ein Hafenterminal wie ein Flughafen ist, inklusive 30min vorher einchecken. Also verbrachten wir den Tag am Strand und im kalten Wasser des finnischen Teils der Ostsee.</p>
<p>Der folgende Tag war von mehr Erfolg gekr&ouml;nt und wir konnten die riesige F&auml;hre nach Tallinn besteigen. An Bord gab es einen Supermarkt (okay, haupts&auml;chlich Schnapps und so), zwei Bars und ein Restaurant. Und hunderte von Gl&uuml;cksspielautomaten. &Uuml;berall wurde gezockt. Es gab auch Livemusik und Karaoke, das Schiff wirkte also eher wie ein Kreuzfahrtschiff.</p>
<p>In Tallinn selbst hatten wir leider nicht wirklich viel Zeit, es reichte gerade mal f&uuml;r einen Stadtrundgang und Fotos-machen. Die Stadt f&auml;hrt wohl im Moment ziemlich auf's Mittelalter ab, &uuml;berall waren Leute in Kost&uuml;men und Trachten um Touristen zu k&ouml;dern. Worin die Stadt auch ziemlich erfolgreich zu sein scheint, &uuml;berall waren Touristen. Ist aber auch eine sehr sch&ouml;ne Stadt. Nett war auch, dass man mich in einer Geldwechselstube darauf hinwies, dass 10 Euro nicht viel estl&auml;ndischem Geld f&uuml;r einen l&auml;ngeren Aufenthalt entspr&auml;che. Immerhin konnten wir uns davon unsere einzige warme Mahlzeit der Woche holen.</p>
<div class="entry_image"><img class="entry_image" src="media/helsinki/3.jpg" alt="Tallinn"></div>
<p>Unsere letzten paar Tage in Helsinki nutzen wir, noch ein paar Museen abzuklappern und auch das Parlament zu besichtigen. Am Tag unserer Abreise wurde dann noch der Zeltboden in akribischer Arbeit mit Plastikl&ouml;ffeln von Dreck und getrocknetem Gras befreit und dann ging's auch schon wieder nach Hause.</p>
<p>Noch ein Random Fact zum Schluss: Finnland ist offiziell zweisprachig mit Suomi (Finnisch) und Schwedisch (wegen einer 7%-igen schwedischsprachigen Minderheit). Viele Sachen sind daher in zwei bis drei Sprachen ausgeschildert. Also auch Krankenwagen und Bustickets und Stra&szlig;enschilder.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Semesterferien - Ein Zwischenbericht</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=semesterferien_-_ein_zwischenbericht</link>
			<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 01:02:22 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Da es ziemlich sp&auml;t ist, und ich in 5h wieder aufstehen muss um nach Helsinki zu fliegen, hier ein nur kurzes Update.</p>
<p>Die letzten Tage habe ich in Rom mit meiner Familie verbracht. War eine coole Zeit, wir haben allerhand gesehen. Da ich aber ungern einen detaillierten Reisebericht verfassen m&ouml;chte, folgen jetzt einige Punkte, die mir aufgefallen sind. </p>
<ul><li><span class="bold">In Rom gibt es viele alte Steine.</span> Da die "Ewige Stadt" so einiges an Geschichte hat, gibt es viele arch&auml;ologische Ausgrabungsst&auml;tten und &auml;hnliches zu bestaunen. Allen voran sind da das Forum Romanum und nat&uuml;rlich das Kolosseum zu nennen.</li>
<li><span class="bold">Sie sind unter uns.</span> Oder vielmehr: Wir unter ihnen. Touristen. &Uuml;berall.</li>
<li><span class="bold">Man findet sich zurecht.</span> In Rom gibt es eine Unmenge an Stra&szlig;enh&auml;ndlern. Sie dienen als gute Orientierungspunkte, um Sehensw&uuml;rdigkeiten zu finden. Wo Stra&szlig;enh&auml;ndler sind, ist die Sehensw&uuml;rdigkeit nicht weit.</li>
<li><span class="bold">Rom ist eine Gro&szlig;stadt.</span> Damit meine ich nicht nur die reine Fl&auml;che und Bev&ouml;lkerungszahl, Rom bietet auch die f&uuml;r Metropolen typischen Kontraste. Zum einen gibt es besagte Stra&szlig;enh&auml;ndler, die sich mit dem Verkauf von Sonnenbrillen, Handtaschen und Krimskrams &uuml;ber Wasser halten, zum anderen kann man dort Anz&uuml;ge kaufen, die teurer als Kleinwagen sind.</li>
<li><span class="bold">Es gibt dort viele Mopeds und so.</span> Es ist schon irgendwie stereotypisch: Der R&ouml;mer f&auml;hrt Vespa.</li>
<li><span class="bold">Rom hat eine eigene Atmosph&auml;re.</span> Sicherlich gibt es einige echt nette Ecken in Rom, als das Besondere empfand ich aber das Stadtbild und die Atmosph&auml;re an sich. Ein Wirrwarr aus Gassen, moderne L&auml;den in uralten Geb&auml;uden, gef&uuml;llt mit jede Menge Menschen und Autos und Mopeds und H&auml;ndlern. Dazu noch jede Menge Sonne.</li></ul>
<p>Empfehlen kann ich, mal einen Abend in Trastevere zu verbringen. Dieser Stadtteil von Rom liegt auf der anderen Seite des Tibers und hat einen eigenen Flair. Trastevere ist so etwas wie ein "Dorf in der Stadt". Kleine Pl&auml;tze, enge Gassen, Geb&auml;ude in mediterranen Farben und ein Hauch Verfall (u.A. durch die allgegenw&auml;rtigen Graffitis), wie man ihn vielleicht von osteurop&auml;ischen St&auml;dten erwarten w&uuml;rde, erzeugen eine spezielle Stimmung. Dort kann man wunderbar essen gehen, was wir auch fast jeden Tag gemacht haben.</p>
<p><div class="entry_image"><img class="entry_image" src="media/rome/1.jpg" alt="rome"></div></p>
<p>Bilder findet ihr auf StudiVZ. Erstmal geht's jetzt eine Woche nach Helsinki. Geplant haben wir nicht wirklich etwas, wir wissen nur, dass wir morgen Mittag in Finnland sein werden und wahrscheinlich irgendwo zelten.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Was macht man mit VWL?</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=was_macht_man_mit_vwl</link>
			<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 20:30:41 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Da ich oft gefragt werde, was man denn mit einem Studium der Volkswirtschaftslehre (VWL) anfangen kann, hier ein paar meiner Optionen:</p>
<ul><li><span class="bold">Banker werden.</span> Viele Volkswirte sind in Banken untergebracht, da wir uns im Studium sowieso tagt&auml;glich mit Geld in allen seinen Erscheinungsformen auseinandersetzen. Ist nat&uuml;rlich eine Branche, die im Moment ein wenig in Verruf geraten ist.</li>
<li><span class="bold">F&uuml;r eine Versicherungsgesellschaft arbeiten.</span> Im Studium arbeiten wir viel mit mathematischen und statistischen Modellen, welche auch bei Versicherungen Anwendung finden. Au&szlig;erdem kennen wir uns mit M&auml;rkten aus, welche auch f&uuml;r Versicherungen von essentieller Bedeutung sind.</li>
<li><span class="bold">Besch&auml;ftigung bei einem gro&szlig;en Konzern.</span> Nicht wenige Volkswirte landen in gro&szlig;en Unternehmen. Gerade wenn diese international operieren sind Analysen der wirtschaftlichen Situation sehr wichtig f&uuml;r die Planung im Unternehmen. Einige Volkswirte &uuml;bernehmen auch Arbeiten, die eigentlich eher der Betriebswirtschaftslehre (BWL) zuzuordnen ist. Als VWL'ler muss ich ohnehin schon im Studium einige BWL-Kurse belegen, und umgekehrt.</li>
<li><span class="bold">In einer Unternehmensberatung anheuern.</span> Noch eine in weiten Teilen unserer Gesellschaft unbeliebte Branche. Bei einer Unternehmensberatung kann eigentlich jeder anfangen, unabh&auml;ngig vom Studienfach, solange die Noten stimmen. Man kennt sich mit Wirtschaft aus: Umso besser.</li>
<li><span class="bold">In den &ouml;ffentlichen Dienst.</span> (Wirtschafts-)Ministerien oder Zentralbanken sind ebenfalls ein klassisches Einsatzgebiet von &Ouml;konomen. Drei unserer bisherigen Bundespr&auml;sidenten waren &uuml;brigens VWL'ler, den amtierenden eingeschlossen.</li>
<li><span class="bold">In die Forschung gehen.</span> In den Nachrichten h&ouml;rt man h&auml;ufiger etwas von Wirtschaftsforschungsinstituten, welche Studien und Indizes ver&ouml;ffentlichen. Diese besch&auml;ftigen &uuml;berwiegend Volkswirte. In Mannheim haben wir z.B. das Zentrum f&uuml;r europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW). Auch an Universit&auml;ten wird in meinem Fach viel geforscht.</li></ul>
<h3>Und was m&ouml;chtest du mal werden?</h3>
<p>Alle oben genannten Bereiche klingen f&uuml;r mich erst einmal interessant, so unterschiedlich sie auch sind. Aber so einen wirklichen Plan habe ich noch nicht. Ein bisschen h&auml;ngt das von meiner Schwerpunktsetzung im f&uuml;nften und sechsten Semester ab. Es bleibt mir also noch ein wenig Zeit, Ideen zu sammeln und mich zu entscheiden. Bis dahin sieht der Arbeitsmarkt auch bestimmt wieder besser aus, inbesondere f&uuml;r einen jungen, aufstrebenden, ambitionierten &Ouml;konomen.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Über Zuhören</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=ueber_zuhoeren</link>
			<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 22:24:16 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p><span class="italic">Nicht sehen k&ouml;nnen, trennt uns von den Dingen.<br>
Nicht h&ouml;ren k&ouml;nnen, trennt uns von den Menschen.</span><br>Immanuel Kant</p>

<p>W&auml;hrend meines Jahres im Ausland habe ich viele Dinge lernen k&ouml;nnen: Mein Englisch ist besser als vorher, bis dato kaum vorhandenes handwerkliches Geschick wurde erweitert, wie man eine Gruppe Drittkl&auml;ssler in Schach h&auml;lt (ohne die Nerven zu verlieren), wie man Rundbriefe schreibt und Pflastersteine verlegt, wie man Kameramann bei Interviews spielt und vieles mehr. (Ich konnte meinen Horizont erweitern, um mir dieses Wortspiel endlich von der Seele zu schreiben.) Aber eine der wichtigsten und n&uuml;tzlichsten Dinge, die ich in dieser Zeit gelernt habe, und weiterhin versuche zu trainieren, ist das Zuh&ouml;ren.</p>
<p>Mit Zuh&ouml;ren meine ich nicht die F&auml;higkeit, etwas zu h&ouml;ren, also akustisch wahrzunehmen. Es geht vielmehr um eine Fertigkeit, etwas, das man lernen und trainieren kann. Um H&ouml;ren und Zuh&ouml;ren abzugrenzen, werde ich fortan den Begriff des "Aktiven Zuh&ouml;rens" benutzen. Ich selbst habe vieles &uuml;ber dieses Thema aus einem <a href="http://www.amazon.com/Relationships-101-Maxwell-John-C/dp/0785263519" target="_blank">Buch</a>, welches mein Gastvater mir am Anfang meiner Zeit in den Staaten gegeben hat.</p>

<h3>Warum ist aktives Zuh&ouml;ren wichtig?</h3>
<p>Viele Leute sind davon &uuml;berzeugt, dass sie etwas zu sagen haben. Eigentlich alle. Manche Menschen reden so gut wie immer, andere eher selten. Egal welcher Art von Person man gegen&uuml;bersteht: Zuh&ouml;ren ist wichtig.</p>
<ul><li><span class="bold">Man zeigt dem Anderen gegen&uuml;ber Respekt.</span> Jemanden andauernd zu unterbrechen gilt als &auml;u&szlig;erst unh&ouml;flich und respektlos. Eigentlich schon Grund genug, niemandem st&auml;ndig ins Wort zu fallen. Dar&uuml;berhinaus zeigt der Zuh&ouml;rende auch seine Wertsch&auml;tzung, indem er sich voll auf sein Gegen&uuml;ber konzentriert.</li>
<li><span class="bold">Man gibt Anderen die M&ouml;glichkeit, etwas zu sagen.</span> Gerade Leute, die nicht die geboren "Talker" sind und bei jeder Gelegenheit das Wort ergreifen, werden erst dann ihre meist wertvolle Meinung abgeben, wenn ihnen jemand zuh&ouml;rt.</li>
<li><span class="bold">Wer zuh&ouml;rt, kann was lernen.</span> Eine wichtige Erkenntnis ist, dass man von jedem Menschen etwas lernen kann. Jeder hat unterschiedliche Perspektiven auf dieselben Dinge. Nur wenn wir Anderen zuh&ouml;ren, k&ouml;nnen wir von deren Erfahrungen und Wissen profitieren.</li>
<li><span class="bold">Nur durch Zuh&ouml;ren k&ouml;nnen wir andere verstehen.</span> Klingt erst einmal banal. Aber h&auml;ufig vergessen wir dies und bereiten im Kopf lieber schon unser n&auml;chstes Argument vor, als dass wir versuchen, unser Gegen&uuml;ber wirklich zu verstehen. Durch richtiges Zuh&ouml;ren k&ouml;nnen die meisten Streitigkeiten vermieden werden, denn wenn wir die Beweggr&uuml;nde und Motivationen des Anderen kennen, sehen wir h&auml;ufig, dass dieser auch nur versucht, das Richtige zu tun.</li>
<li><span class="bold">Wer zuh&ouml;rt, dem wird zugeh&ouml;rt.</span> Die bewusste "Entschleunigung" des Gespr&auml;chs durch aktives Zuh&ouml;ren erleichtert es allen Gespr&auml;chspartnern, sich gegenseitig Zuzuh&ouml;ren und andere nicht zu unterbrechen.</li></ul>

<h3>Wie man richtig zuh&ouml;rt</h3>
<p>Es gibt verschiedene Techniken des aktiven Zuh&ouml;rens, einige zentrale Punkte sollten auf jeden Fall beachtet werden.</p>
<ul><li><span class="bold">Auf die Person konzentrieren.</span> Am besten geht das, indem man der Person in die Augen schaut. Also nicht auf die eigene Uhr, nicht nach links oder rechts und schon gar nicht auf den Boden. So signalisieren wir, dass wir bereit sind, der Person unsere volle Aufmerksamkeit zu schenken. Hin und wieder mit dem kopf nicken kann auch Wunder wirken. Aber das wichtigste dabei: Authentisch sein und kein Interesse heucheln.</li>
<li><span class="bold">Nicht unterbrechen.</span> Fragen und eigene Meinungen bis auf die n&auml;chste Redepause verschieben. Vieles hat sich bis dahin auch von selbst gekl&auml;rt.</li>
<li><span class="bold">Paraphrasieren und Zusammenfassen.</span> In geeigneten Intervallen das Geh&ouml;rte zusammenfassen, um der anderen Person zu zeigen, dass man zugeh&ouml;rt hat. So kann man sicherstellen, dass man den Anderen richtig verstanden hat.</li>
<li><span class="bold">Fragen stellen.</span> Bei kritischen Punkten einfach den Anderen fragen oder um weitere Erl&auml;uterung bitten. Die richtigen Fragen zu stellen ist fast eine Kunst f&uuml;r sich, und zeugt davon, dass man "mitgedacht" hat. Es geht jedoch nicht ausschlie&szlig;lich um Verst&auml;ndnisfragen: "Und was ist dann passiert?" h&auml;lt jede Unterhaltung am Leben.</li>
<li><span class="bold">Nicht werten.</span> Aussagen direkt zu bewerten kann eine Unterhaltung schnell ersticken lassen. Auch das sofortige und ungefragte Anbieten von "Probleml&ouml;sungen" ist kontraproduktiv: Man dr&uuml;ckt damit aus, dass man dem anderen nicht zuh&ouml;ren m&ouml;chte und ja eigentlich schon alle Antworten hat. Anders ist das nat&uuml;rlich, wenn man explizit danach gefragt wird.</li></ul>
<p>Was sich in Stichpunkten nur schlecht ausdr&uuml;cken l&auml;sst: Aktives Zuh&ouml;ren ist viel mehr eine Einstellung, als es eine Technik ist. Man erkennt, dass das, was die andere Person zu sagen hat, wichtig ist, und handelt entsprechend. Man versucht, sein Gegen&uuml;ber zu verstehen und von ihm (oder ihr) zu lernen.</p>
<p>PS Bei meinem <a href="http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=drei_wochen_selbstversuch">"Keine Beschwerde Experiment"</a> bin ich bei Tag 6 angelangt.</p> ]]></description>
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		<item>
			<title>Postkarten und Angewohnheiten</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=postkarten_und_angewohnheiten</link>
			<pubDate>Thu, 16 Jul 2009 15:39:23 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p><span class="italic">"Gibt's hier nicht? Kann doch nicht wahr sein. Ich dachte, das ist eine Postfiliale."</span></p>
<h3>Zwei Tage Zwischenstand</h3>
<p>In etwa so klang ich heute Vormittag, als ich in unserer Postfiliale war und nach Postkarten gesucht habe. Gab es nicht. Nur Gru&szlig;karten, Gl&uuml;ckwunschkarten und Beileidskarten, aber keine ganz normalen Postkarten, mit einem sch&ouml;nen Oberhausen Motiv. Solche brauchte ich, um den ersten Postkartenbestellungen nachzukommen. Ich hab's zwar nur leise vor mich hin gesagt, aber es z&auml;hlt. Ich trage mein Armband jetzt am anderen Arm und z&auml;hle wieder von Null.</p>
<p>Mein erster Versuch hat also zwei Tage gedauert, mich nicht zu beschweren. Das ist zwar etwas l&auml;nger, als ich urspr&uuml;nglich gedacht habe, aber bis ich die 21 Tage voll habe, wird es wohl doch noch was dauern.</p>
<h3>Gewohnheiten bilden</h3>
<p>Nichtsdestotrotz ist der ganze Selbstversuch bisher eine ziemlich interessante Erfahrung. Man zwingt sich damit selbst, bewusst auf das zu achten, was man sagt. Aber das eigentlich Ziel der ganzen Aktion ist ja, dass ich irgendwann nicht mehr bewusst darauf achten muss, sondern dass die "Keine-Beschwerde" Mentalit&auml;t zu einer (eher unterbewussten) Gewohnheit geworden ist. Gewohnheiten zu bilden dauert, wie meine Leser sicherlich auch in ihrem eigenen Leben beobachten k&ouml;nnen. Aber positive Gewohnheiten k&ouml;nnen sehr wertvoll sein, weil sie uns weniger stressen als Zw&auml;nge. Klar, man hat sich immerhin schon daran gew&ouml;hnt. Schlechte Angewohnheiten, wie zum Beispiel st&auml;ndiges Beschweren, sind daf&uuml;r umso gef&auml;hrlicher.</p>
<p>Es herrschen unterschiedliche Meinungen dar&uuml;ber, wie lange es denn wirklich dauert, sich etwas anzugew&ouml;hnen. Die Sch&auml;tzungen variieren zwischen mehreren Wochen bis Monaten, wahrscheinlich kommen daher auch die 21 Tage. Aber in einem sind sich die meisten einig: Es dauert wesentlich l&auml;nger, gute Angewohnheiten zu bilden, als schlechte.</p> ]]></description>
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		<item>
			<title>Drei Wochen Selbstversuch</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=drei_wochen_selbstversuch</link>
			<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 01:42:28 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Heute starte ich ein Experiment. Ich bin fast geneigt, es als "Gedankenexperiment" zu bezeichnen, aber eigentlich geht es dabei viel mehr um Worte als um Gedanken.</p>
<h3>Worum geht's?</h3>
<p>In den n&auml;chsten Wochen und Monaten werde ich versuchen, bewusst auf das zu achten, was ich sage. Ich werde mich nicht beschweren (meckern), nicht l&auml;stern und auch nicht sarkastisch sein. Kein "Schei&szlig; Wetter" oder "Dummer Computer", kein "Wie sieht der denn aus" und auch kein "Einfach gro&szlig;artig, das hast du super gemacht." (Na gut, sarkastisch wirkt das erst, wenn man es richtig betont.) Ich werde keine Schuld auf andere Dinge, Umst&auml;nde oder Personen schieben. Klingt einfach, oder?</p>
<p>Ehrlich gesagt ist mir die Idee nicht selbst gekommen. Ich habe auf einem anderen Blog davon gelesen, mich ein wenig informiert und habe schlie&szlig;lich den Ursprung der Keine-Beschwerde-Bewegung gefunden. Der Pfarrer einer Gemeinde in Kansas, USA, hat ein solches Experiment seinen Leuten vorgeschlagen. Daf&uuml;r hat er an alle Interessierten lila Armb&auml;nder ausgeteilt. Ziel war es, sich f&uuml;r 21 Tage nicht zu beschweren, nicht zu l&auml;stern und nicht sarkastisch zu sein. Wenn immer man sich dabei ertappte, dass man eine dieser Regeln gebrochen hat, musste man das Armband an den anderen Arm wechseln und wieder neu anfangen, die Tage zu z&auml;hlen. So wird einem erst einmal bewusst, wie oft man seine Worte in negativer Weise benutzt. Der Pfarrer selbst hat dreieinhalb Monate gebraucht, um 21 Tage zu schaffen.</p>
<p>Da mein Vorrat an lila Armb&auml;ndern im Moment leider aufgebraucht ist, wird wohl ein anderes herhalten m&uuml;ssen. Aber die Idee bleibt die gleiche.</p>
<h3>Die Regeln</h3>
<p>Jedes Experiment muss bestimmten Regeln folgen, um kontrolliert ablaufen zu k&ouml;nnen. Meine Regeln lauten wir folgt:</p>
<ul>
<li><span class="bold">Keine nicht-konstruktiven Beschwerden &auml;ußern.</span> Ich werde trotzdem sagen, wenn etwas wirklich falsch l&auml;uft, aber eben nicht als bloße Feststellung, sondern mit einem Vorschlag der Besserung verbunden.</li>
<li><span class="bold">Nicht l&auml;stern.</span> Das wird glaube ich weniger schwer: Ich l&auml;stere ohnehin nicht. Aber es ist auch nicht verkehrt, mal wirklich bewusst darauf zu achten.</li>
<li><span class="bold">Kein Sarkasmus.</span> Diese Regel wird daf&uuml;r umso schwerer f&uuml;r mich.</li>
<li><span class="bold">Schuld nicht woanders suchen.</span> Auch wenn es zutiefst menschlich ist, sich selbst als unschuldig zu erachten: Meist sind wir eben doch "selbst schuld".</li>
<li><span class="bold">21 Tage in Folge.</span> Wenn ich eine der obigen Regeln breche, fange ich wieder bei Null an zu z&auml;hlen.</li></ul></p>
<h3>Und warum?</h3>
<p>Weil unser Alltag ohne dieses ganze Negativgetue viel besser ist. Außerdem ist man so gezwungen, neue Gespr&auml;chsthemen zu finden. Dann am liebsten beschweren wir uns alle immer zusammen mit anderen Leuten. Wer macht mit?</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Ich als Knochenmarkspender</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=ich_als_knochenmarkspender</link>
			<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 17:24:00 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Vor ungef&auml;hr drei Monaten habe ich mich als potentieller Knochenmarkspender bei der <a href="http://www.dkms.de" target="_blank">Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS)</a> typisieren lassen. Dieser Vorgang ist weniger spektakul&auml;r als er zun&auml;chst klingt. Ich habe meine Adresse auf deren Website eingetragen und bekam kurz darauf Post, mit jeder Menge Papier und zwei Wattest&auml;bchen. Mit letzteren nimmt man einen Wangenabstrich von sich selbst (sprich: man dreht sich die ein paar Mal im Mund um) und schickt sie dann zur&uuml;ck. Die DKMS stellt damit dann deine Gewebemerkmale fest, zumindest ein paar davon. Irgendwann bekommt man noch einen nichtssagenden Spenderausweis und ist "typisiert". Normalerweise passiert dann erst einmal &uuml;ber Jahre hinweg nichts.</p>
<p>Die DKMS hat also eine gro&szlig;e Datenbank (1.9 Mio.) von Leuten und deren Gewebemerkmalen. Wof&uuml;r das ganze? Auf Knochenmarkspenden (alias Stammzellspenden) angewiesen sind Menschen mit Leuk&auml;mie und anderen lebensbedrohlichen Blutkrankheiten. Wenn die DKMS nun &uuml;bereinstimmungen zwischen den Gewebemerkmalen eines solchen Patienten und eines Spenders findet, besteht die M&ouml;glichkeit einer Stammzelltransplantation, welche f&uuml;r den Patienten die beste Heilungswahrscheinlichkeit bedeutet. &uuml;bereinstimmungen sind aber sehr, sehr selten. Deswegen auch die Gr&ouml;&szlig;e der Datenbank.</p>
<p>Vor zwei Wochen habe ich dann einen Anruf erhalten, dass ich als Spender in Frage komme. Ich musste einen Fragebogen &uuml;ber meine Gesundheit ausf&uuml;llen und noch einmal meine Bereitschaft zum Spenden versichern. Alles lieber Gestern als Morgen. Letzte Woche sollte ich dann zu meinem Hausarzt, wo mir einiges an Blut abgenommen wurde. Wie oben erw&auml;hnt, werden beim Wangenabstrich nur ein paar Gewebemerkmale erfasst. Mit dem Blut sollen dann die weiteren Merkmale bestimmt werden, der Vorgang hei&szlig;t daher auch "Feintypisierung". Wurde alles f&uuml;r mich vom DKMS organisiert, nur eine der Blutproben musste ich selbst bei der Post abgeben. Der Postbeamte war zun&auml;chst etwas irritiert von den ganzen Biowarnhinweisen auf dem Paket, es gab aber damit keine Probleme.</p>
<p>Jetzt warte ich darauf, wieder von denen zu h&ouml;ren. Erst einmal wird mein Blut weiter auf Merkmale und Krankheiten untersucht. Es ist aber immer noch relativ unwahrscheinlich, dass es zu einer Spende kommt. Durch einen Anruf habe ich erfahren, dass ich nicht der einzige potentielle Spender bin, und es wird nat&uuml;rlich nur der passendste Spender genommen. Das alles wird sich einige Wochen ziehen. Sollte dann alles passen, steht mir noch eine gr&uuml;ndliche Untersuchung bevor, und dann kommt es zur Entnahme. Aber davon berichte ich, wenn es soweit ist.</p>
<p>Wenn ich dein Interesse an diesem Thema geweckt habe, findest du z.B. beim <a href="http://www.dkms.de" target="_blank">DKMS</a> und beim <a href ="http://www.wsze.de/" target="_blank">WSZE</a> weitere Infos. <a href="http://www.blutspende.de/" target="_blank">Blutspenden</a> ist &uuml;brigens auch eine feine Sache.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Ferienplanung</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=ferienplanung</link>
			<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 03:25:12 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Benutze ich mein neues Kommunikationsmedium doch gleich einmal, um euch in die Planung meiner Ferien, welche &uuml;brigens noch bis September andauern, einzuweihen.</p>
<p>Die n&auml;chsten 2 Woche bleibe ich erst einmal hier in Oberhausen, zu tun gibt's immer genug. Da ich aber die letzten Monate das Land nicht verlassen habe, gilt es jetzt einiges nachzuholen. Zun&auml;chst geht es f&uuml;r meine Familie und mich nach Rom, typisches "Kurztripsightseeing" halt. In der ewigen Stadt gibt es sicher genug Dinge f&uuml;r eine Woche zu tun, wenn sie ihren Namen verdient.</p>
<p>Nach einem Tag Pause, bzw. einem Tag Packen, geht es f&uuml;r <a href="http://verbunden.wordpress.com/" target="_blank">Samy</a> und mich ab nach Helsinki. Insgesamt sind wir eine Woche in Finnland, wollen aber wahrscheinlich nicht die ganze Zeit in der Hauptstadt bleiben. Vielleicht schnappen wir uns einen Zug und gucken, wie weit n&ouml;rdlich wir kommen. Oder wir machen vom Jedermannsrecht Gebrauch und campen. So als kosteng&uuml;nstige Alternative zur Jugendherberge. Ich hoffe nur, dass die M&uuml;cken nicht allzu stechlustig sind.</p>
<p>Nach einer weiteren Woche zu Hause steigen Samy und ich wieder in den Flieger, diesmal nach Israel. Wir fliegen nach Tel Aviv und wollen dann mit dem Bus nach Jerusalem. Der Plan ist, dort eine Jugendherberge oder &auml;hnlich zu finden, auf deren Dach man schlafen kann. Hat den Vorteil, dass es etwas k&uuml;hler (und cool) und trotzdem recht billig ist. In einem Land mit solch einer interessanten Geschichte gibt es bestimmt genug zu sehen.</p>
<p>Auf unserem R&uuml;ckweg sind wir dann noch einen halben Tag lang in Berlin, damit ich auch endlich mal behaupten kann, dort gewesen zu sein.</p>
<p>An die Tickets sind wir &uuml;brigens recht g&uuml;nstig gekommen: F&uuml;r junge Leute gab es von Airberlin ein Ticket f&uuml;r 5 Fl&uuml;ge f&uuml;r 200€, inkl. Geb&uuml;hren und so. So konnten wir unseren Urlaub ganz spontan planen (oder eben nicht planen). Um &uuml;bernachtungsm&ouml;glichkeiten haben wir uns noch nicht gek&uuml;mmert. I'll keep you posted.</p> ]]></description>
		</item>
	 
		<item>
			<title>Warum bloggen?</title>
			<link>http://www.horizonteffekt.de/index.php?entry=warum_bloggen</link>
			<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 01:47:06 +0200</pubDate>
			<description><![CDATA[ <p>Ich &uuml;berlege also schon l&auml;nger, einen Blog zu schreiben. Heute ist es soweit. Warum?</p>
<p>&uuml;ber ein Jahr lang habe ich flei&szlig;ig Newsletter geschrieben. Diese sind zwar recht gut angekommen, aber irgendwann ging mir dann die Motivation aus. Wenn ein Rundbrief erst mit 6 Monaten Versp&auml;tung eintrifft, f&uuml;hlen sich Freunde, Verwandte, Bekannte und so weiter halt nicht mehr wirklich up-to-date. Und auch mir hat's dann halt nicht mehr wirklich Spa&szlig; gemacht, da ein bis zwei Seiten alle paar Monate zu stark komprimiert ist um wirklich was zu sagen. Daher steige ich jetzt auf ein neues Format mit unendlich vielen neuen M&ouml;glichkeiten um. So kann ich weiterhin von meinen gro&szlig;artigen Abenteuern und glorreichen Triumphen berichten.</p>
<p>Au&szlig;erdem erm&ouml;glicht diese Umstellung nun endlich ein wenig Interaktivit&auml;t. Und nach einer oder zwei Millionen Besuchern kann ich einen Werbebanner auf die Website packen und reich werden.</p> ]]></description>
		</item>
		</channel>
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