Was steht diesen Sommer an?

Ein weiteres Semester ist mittlerweile verstrichen und die Semesterferien sind längst eingeläutet. Es stellt sich also die Frage, wie ich die Zeit bis zum Anfang meines Auslandssemesters verbringen soll. Gut, so lange dauert das nun auch nicht, denn das Semester fängt in Bergen bereit Mitte August an und damit noch ein bisschen eher als bei uns an der Uni.

Nach meiner Bewerbung in Bergen erfuhr ich von einem Programm der Europäischen Union zur Förderung "weniger verbreiteter und unterrichteter Sprachen", EILC genannt. Dieses Programm ermöglicht Erasmus-Studierenden, wie ich einer sein werde, schon vorab in das Zielland zu reisen und dort Kenntnisse der Landessprache zu erwerben. Norwegisch zählt auch zu diesen "selteneren" Sprachen, weshalb dieses Intensivsprachprogramm auch für mich interessant ist. Zwar finden meine Veranstaltungen an der Norwegischen Handelshochschule in Bergen auf Englisch statt, aber ein wenig Norwegischkenntnisse sind sicherlich im Alltag ganz hilfreich. Also beschloss ich, mich zu bewerben.

Ich als Knochenmarkspender: Teil 5

Nach ziemlich genau einem Jahr neigt sich die Story von mir als Knochenmarkspender ihrem Höhepunkt und Ende zu. Zuerst typisieren lassen, dann die Feintypisierung, auf einmal heißt es dann: doch nicht, plötzlich doch wieder, Voruntersuchung in Frankfurt, eine Spritze, zwei mal verschieben und zwei mal wieder zum Arzt, viele Telefonate und noch mehr Briefe. Ein andauerndes Hin und Her: Soweit der Stand nach einem letzten Eintrag zu dem Thema.

Als ich bereits zum dritten Mal dieses Jahr auf alle möglichen Infektionen wie Hep-B und HIV untersucht worden war, kam erneut die Spenderfreigabe aus der DKMS Zentrale in Tübingen. Ich bekam einen neuen Spritzenplan zugeschickt und hoffte, dass der Termin nicht erneut verschoben werden musste.

Geschichten schreiben

Stell dir für einen Moment vor, du sitzt im Kino. Der Film handelt von einem Kerl, der unbedingt einen neuen Opel möchte. Man schaut ihm dabei zu, wie er Tag für Tag, Jahr um Jahr zur Arbeit geht. Nach einer langen Zeit ist es endlich soweit: Der Protagonist fährt endlich in seinem neuen Opel vom Parkplatz des Händlers. In der letzten Szene des Films probiert er dann die Scheibenwischer aus oder freut sich über die funktionierende Klimaanlage.

In etwa so fängt eines meiner Lieblingsbücher an. "A Million Miles in a Thousand Years" von Donald Miller handelt aber nicht von dem Kerl mit dem Opel, sondern von Geschichten. Im englischen Original heißt es dann "stories". Menschen schreiben mit und in ihrem Leben Geschichten, und es liegt an uns, diese Geschichten bedeutsam und schön zu schreiben. Dieses Konzept macht in meinen Augen irgendwie Sinn und erklärt viel von unserem Verhalten. Ich möchte euch ein paar Gedanken davon weitergeben. Wie gesagt, die meisten davon sind nicht meine Ideen, sondern dem Buch entnommen.