B.Sc. Volkswirtschaftslehre: Halbzeit
Mit der letzten Klausur des dritten Semesters habe ich heute die erste Hälfte meines dreijährigen Bachelorstudiums in Mannheim hinter mir. Zeit für eine Halbzeitanalyse.
Überblick
Erstmal grundsätzlich zum Aufbau meines Studiums: Im ersten Jahr durchläuft man die Grundlagenphase, in der die einzelnen Teilgebiete der VWL vorgestellt werden und man einige Matheveranstaltungen belegen muss. Damit wird gewissermaßen ein Fundament gelegt: Man lernt Werkzeuge und Sprache der VWL kennen. Auf dem Stundenplan stehen Fächer wie Grundlagen der VWL, Mikro- und Makroökonomie, Statistik, Analysis, Finanzmathe, Recht und ein wenig BWL. Es folgt die Vertiefungsphase. Hier wird auf das zuvor gewonnene Wissen aufgebaut. Es gibt weiterhin nur wenig Wahlmöglichkeiten, alle Studierenden durchlaufen im Wesentlichen das gleiche Programm. Neben vertiefenden Fächern in Mikro, Makro und Statistik gibt es Vorlesungen zu weiteren Teilgebieten der VWL. Der Studienabschnitt im fünften und sechsten Semester nennt sich dann Spezialisierungsphase. Wie der Name suggeriert gibt es hier die Möglichkeit, durch eine gezielte Auswahl an Fächern einen eigene Schwerpunkt zu setzen. Auslandssemester und das Verfassen der Bachelorarbeit fallen ebenfalls in diesen Abschnitt.
Ich als Knochenmarkspender: Teil 3
Was bisher geschah: Im Frühling habe ich mich als potentieller Knochenmarkspender registrieren lassen. Im Sommer erreichte mich dann einen Brief, der mir mitteilte, dass ich als Spender in Frage komme, woraufhin mir im Rahmen einer Feintypisierung ein wenig Blut abgenommen und untersucht wurde. Im Herbst teilte man mir dann mit, dass ich doch keine Stammzellen spenden muss, da ein anderer Spender eine bessere Übereinstimmung der Gewebemerkmale aufweisen kann.
Der Untergang der VWL
Häufig wird in letzter Zeit, also im Wesentlichen seit der Finanz- und Wirtschaftskrise, der Untergang der Volkswirtschaftslehre als wissenschaftliche Disziplin propagiert. Manche Kritik ist sicher angebracht, schließlich ist die VWL ja eine noch sehr junge Disziplin (verglichen mit, sagen wir mal, der Physik). Einiges von dem, was Kommentatoren in Fernsehen und Zeitungen so von sich geben, ist aber vor allem eins: uninformiert.
Ich möchte an dieser Stelle nicht auf alle Kritikpunkte eingehen, aber eine Sache brennt mir schon länger auf der Seele: Vielfach wird behauptet, Volkswirte gehen davon aus, das Menschen nur eigennützig handeln, stets egoistisch sind. In der Tat, diese Annahmen treffen wir in der Regel: Menschen sind rational und maximieren ihren eigenen Nutzen.